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Förderpreis Inklusion: Kita und 3 Schulen ausgezeichnet – 2 davon aus Fröndenberg

Förderpreis Inklusion: Kita und 3 Schulen ausgezeichnet – 2 davon aus Fröndenberg

Die strahlenden Gewinner bei der Siegerehrung. (Foto Kreis Unna)

Förderpreis Inklusion 2022 : Vier Gewinner zum Jubiläum

Beispielhafte Projekte und Konzepte: Der Förderpreises Inklusion wird in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen und ist wieder eine ausdrückliche Einladung zum Abkupfern und Nachmachen. Preisträger sind drei Schulen und eine Kindertagesstätte, die sich in besonderem Maße um die Inklusion verdient gemacht haben. Sie machen klar: Alle gehören dazu – egal wie sie aussehen, welche Sprache sie sprechen oder ob sie eine Behinderung haben oder nicht.

Das Regionale Bildungsnetzwerk Kreis Unna hat gemeinsam mit dem Schulamt für den Kreis Unna den mit jeweils 1.000 Euro dotierten Preis zum mittlerweile zehnten Mal vergeben. Stellvertretender Landrat Martin Wiggermann überreichte die Preise am Donnerstag, 29. September im Clara-Schumann-Gymnasium in Holzwickede an die glücklichen Gewinner.

Die Preisträger 2022

Ausgezeichnet wurden das evangelische Familienzentrum Bönen Kita Katharina Luther, die Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg, die Städtische Hauptschule Kamen sowie die Gesamtschule Fröndenberg.

Zur Jury gehörten Dr. Eva Krebber-Steinberger (TU Dortmund), Stephanie Krüger-Peter (Landeselternkonferenz NRW), Janina Merten (Kreis Unna), Wolfgang Bennewitz (Fachbeirat Inklusion), Berthold Potts (Schulamtsdirektor), Jennifer Schmandt (Inklusionsbeauftrage Kreis Unna).

Die Verleihung soll einen Anreiz schaffen, inklusive Projekte in Schulen und Kitas durchzuführen und deutlich machen: „Inklusion soll als normale Form des Miteinanders sein“, sagt der stellvertretende Landrat Martin Wiggermann. „Die ausgezeichneten Beispiele zeigen, dass wir da auf einem sehr guten Weg sind.“ Insgesamt hatten sich dieses Mal 14 Projekte um den Preis beworben.

Preisträger und Jury-Begründungen

Ev. Familienzentrum Bönen Kita Katharina Luther:

Durchführung des Projekts „Das bin ich“ über acht Wochen:  Jedes Kind hatte die Möglichkeit, sich selbst als Individuum wahrzunehmen und darzustellen, sich mit seinen Gefühlen auseinander zu setzen, sich in der Gruppe zu präsentieren.Die frühzeitige Einbeziehung und Partizipation von Eltern (durch Aufgaben und Rückmeldungen, Austausch beim Abholen und Bringen der Kinder) spielte eine große Rolle. Angebote zum Thema wurden in allen Bildungsbereichen angeboten: Sprach- und Musikförderung, Bewegung, Ernährung, Religionserziehung, Mathematischen Bereich, Begegnung mit der Natur (Waldtage).

Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg:

Die individuelle Stärkenorientierung und Potenzialentfaltung an der GGS erfolgt durch verschiedene, zum Teil aufeinander aufbauende Elemente:

Übergänge: vorschulische Angebote und Projekte, Begleitung und Dokumentation ÜI und ÜII, Diagnostik und Förderpläne, Kindersprechtag (auf Stärken orientierte Dokumentation), Individuelle Förderung (u.a. sozialpädagogische Kleingruppenförderung in der SEP), Angebote der Begabungs- und Begabtenförderung u.a. „Talentbörse“ (mit Präsentation auf dem Schulfest)
Durchgängige Sprachbildung/Sprachsensibler Unterricht, Elternsprechzeiten mit Fokus auf die Stärken der Kinder, verzahnte Strukturen mit dem Ganztag (Tagespräsident, Klassen- und OGS-Rat, Projekte, gemeinsame Angebote, Raumkonzept, Ganztagsklassen, Vollversammlung)

Städtische Hauptschule Kamen:

Durchführung der „Projektwoche Berufsinformation“ im Jahrgang 9 in der Woche vor den Halbjahreszeugnissen beinhaltet mehrere Bausteine, wie Bewerbertraining und Betriebsbesichtigungen
Herzstück der Woche ist der AZUBO-Tag, an dem Auszubildende aus unterschiedlichen Betrieben in die Schule kommen und verschiedene Berufe durch Vorträge, Demonstration von Tätigkeiten und Mitmachübungen vorstellen. Dies ermöglicht die Kontaktaufnahme auf Augenhöhe und weckt im besonderen Maße das Interesse der Schülerinnen und Schüler.

Gesamtschule Fröndenberg:

Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf (Regelschüler und sonderpädagogisch geförderte Schüler) werden durch niederschwellige Angebote frühzeitig an die Anforderungen der Arbeitswelt herangeführt. Die Talent-Werkstatt stellt ein besonderes Angebot dar für schulmüde Schülerinnen und Schüler, für Schülerinnen und Schüler, die niederschwellige Angebote benötigen sowie für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, die vertiefende Maßnahmen zur Berufswahlorientierung und Berufsvorbereitung benötigen.

Ziel dieser Maßnahme ist es, die Ausbildungs- und Eingliederungschancen dieser Gruppe von benachteiligten Jugendlichen durch eine enge Verknüpfung schulischer, berufspädagogischer, berufspraktischer und sozialer Maßnahmen zu verbessern, indem die betreffenden Schülerinnen und Schüler Kompetenzen für Leben und Arbeit erwerben, Schlüsselqualifikationen erwerben und ausbauen, Berufsbilder und Branchen kennen lernen, berufsbezogenes Wissens aufbauen, handwerkliche Fähigkeiten entwickeln und praktische Erfahrungen sammeln.

Quelle Kreis Unna

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