HomeKreis UnnaSoziales

Tafel Fröndenberg plant Suppenausgabe – Aktuell kaum Milchprodukte von Supermärkten – Helfer erfahren „Unverschämtheit und Forderungen“

Tafel Fröndenberg plant Suppenausgabe – Aktuell kaum Milchprodukte von Supermärkten – Helfer erfahren „Unverschämtheit und Forderungen“

v.li. Rosemarie vom Orde, Kurt Potthoff, Barbara Stein-Rossberg, Bärbel Beckmann (alle Tafel), Dirk Sattelberger, Hubertus Hennecke, Tobias Kohlschein, Hubert Severin (alle IKF).

Die explosionsartigen Verteuerungen in allen Lebensbereichen treffen auch die Tafel. Umso größer war jetzt die Freude bei den Ehrenamtlichen in Fröndenberg. Der Initiativkreis Fröndenberg (IKF) stand mit einem Spendenscheck über 1.000 € vor der Tür.

Für den Verein, der sich für die Rettung von Lebensmitteln und die Hilfe am Menschen engagiert, sind Spenden die einzige Finanzierung. „Es müssen nicht immer so große Spenden sein“, sagt Kurt Potthoff von der Tafel, „wir freuen uns auch über kleine und kleinste Spenden.

Aktuell bekommen wir kaum Milchprodukte von den Supermärkten. Da freuen wir uns, wenn jemand mit einer Spende von Milch, Joghurt oder Quark vor der Tür steht.“

Die Lebensmittel bekommt der Verein zwar gespendet, aber trotzdem ist ein großer finanzieller Aufwand zu bewältigen: die Miete für die Räume, Energiekosten für Heizung und Kühlraum/-schränke und nicht zuletzt das Fahrzeug um die Lebensmittelspenden bei den Supermärkten abzuholen, müssen von den ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeitern bezahlt werden.

„Hier ist ein großer Idealismus am Werk“, stellte Dirk Sattelberger vom IKF begeistert über das persönliche Engagement aller Tafel-Beteiligten fest.

„Nach der Scheckübergabe hatten wir dann die Möglichkeit, uns die neuen Räume anzusehen“, berichtet Bettina Sattelberger. „In den folgenden Gesprächen mit den Ehrenamtlern der Tafel wurde uns deutlich, welche Aufgaben dort auf die Helfer warten und was im Gesamten gestemmt werden muss.

Es ist beeindruckend, was dort geleistet wird! Dabei geht es nicht nur um körperliche Arbeit, sondern auch um psychische Kraft und Belastbarkeit.

„Die Helfer erfahren nicht nur Dankbarkeit, sondern sogar Ungeduld, Undankbarkeit, Unverschämtheiten und Forderungen. Und alle Helfer machen das freiwillig und ohne Entgelt!“

So etwas könne nicht oft genug gewürdigt werden.

Ab Herbst plant die Tafel auch wieder eine wöchentliche Suppenausgabe. Im vergangenen, heißen Sommer gab es keine Nachfrage, aber in der kühleren Zeit wird versucht, wieder einmal in der Woche eine warme Mahlzeit anzubieten.

Die Ehrenamtler hoffen auf weitere Spenden – Kontakt KurtPotthoff, 02373/974261

 

Kommentare

WORDPRESS: 0