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Späterer Heizstart, höchstens 19 Grad: Dortmund rückt beim Gassparen die Schulen in den Focus

Späterer Heizstart, höchstens 19 Grad: Dortmund rückt beim Gassparen die Schulen in den Focus

Klassenzimmer. Symbolbild Red.

Das Thema Gasmangellage durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine bleibt nicht nur auf Bundesebene präsent.

Auch in Dortmund beschäftigt sich der Verwaltungsvorstand regelmäßig damit, wie vor dem herannahenden Winter Energie eingespart werden kann.

Ein Fokus liegt auf den Schulgebäuden.

Zugleich fordert die Stadtspitze die schwarzgrüne Landesregierung auf, einen Krisenstab zu installieren – und damit angesichts der Krise Tempo in der Energiepolitik zu machen.

„Die Landesregierung muss aus dem Ressort-Denken herauskommen“, sagte Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD).

Schulgebäude nicht außen vor lassen

Als Beispiel nannte er das Energie-Einsparpotenzial an öffentlichen Gebäuden:

„Wir werden die Heizperiode später beginnen und die Temperatur auf 19 Grad Celsius einstellen. Das ist kein kleiner Effekt, aber wirklich groß wird er erst, wenn auch die Schulgebäude einbezogen sind. Wenn wir die Schulgebäude ausklammern, werden wir nicht genügend Gas sparen.“

Hier sei NRW-Schulministerin Dorothee Feller mit klaren Vorgaben für die Städte und Gemeinden gefragt.

„Die Kommunen haben deutlich gemacht, dass sie bei den Energieeinsparmaßnahmen eine gemeinsame Linie haben wollen.“

Konkret für Dortmund nannte Westphal auch Zahlen:

Die öffentlichen Gebäude der Stadt könnten zusammen 0,9 Gigawattstunden einsparen.

Mit den Schulen seien es 3,6 Gigawattstunden.

Baudezernent Arnulf Rybicki ergänzte weitere Zahlen, um die Lage zu verdeutlichen: „Pro Jahr beziehen wir in Dortmund 140 Gigawattstunden Wärme über alle Energieträger*innen hinweg. Allein für Straßenbeleuchtung und Co. verbrauchen wir in Dortmund jährlich 60 Gigawattstunden.“

  • Anm. d. Redaktion: Das absurd gegenderte „Energieträger*innen haben wir zur Anschauung bewusst stehen gelassen.

Mehr LED-Leuchten für Dortmunds Straßen

Bei der Straßenbeleuchtung zieht Dortmund an. Der Verwaltungsvorstand beschloss, die Ausrüstungsoffensive mit LED zu beschleunigen.

2023 sollen laut OB Westphal 6.000 Lampen zusätzlich ausgetauscht werden – also zusätzlich zu jenen, die ohnehin auf LED umgestellt werden sollten. 2024 soll gleiches nochmal geschehen.

„In den vergangenen Jahren sind bereits 22.000 von 53.000 Lampen umgerüstet worden. Da machen wir nun mehr Tempo.“

Quelle Dortmund.de

Kommentare

WORDPRESS: 1
  • Wogre vor 2 Wochen

    Klar Kinder in kühlen
    Klassenräumen, Weihnachtsbaum darf brennen. Ist schon sehr witzig