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Förderung „Aufholen nach Corona“ lässt Kitas fast völlig außen vor: Kamen griff mit 40.000 € zur Selbsthilfe

Förderung „Aufholen nach Corona“ lässt Kitas fast völlig außen vor: Kamen griff mit 40.000 € zur Selbsthilfe

Bürgermeisterin Elke Kappen (l.), Johannes Gibbels, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Stadt Kamen (3.v.r.), Kita-Leiterin Silvia Mühlhaus (r.) sowie die Kuratoriumsmitglieder der Bürgerstiftung „Gutes Tun“ René Hanck, Jürgen Schneider, Anja Sklorz, Dr. Hubert Brinkschulte und Hans Determann (v.l.).

Die Pandemiejahre mit Lockdowns und Kontaktverboten haben gerade bei Kindern und Jugendlichen tiefe seelische Narben hinterlassen.

Doch die Förderprogramme  „Aufholen nach Corona“ von Bund und Land lassen Kinder von 3-6 Jahren bzw. Kitas fast vollständig außen vor.

Das wollte die Stadt Kamen nicht so stehen lassen.

Bürgermeisterin Elke Kappen holte die Stiftung „Gutes Tun“ ins Boot. Diese stellt für die Förderung der Kamener Kitas 20.000 Euro zur Verfügung. Die Bürgermeisterin ihrerseits steuert aus ihrem Sozialfonds ebenfalls 20.000 Euro bei – so dass den Einrichtungen und Institutionen in diesem Jahr 40.000 Euro zur Verfügung stehen.

In der Katholischen Kita St. Marien in Methler zeigten die Kinder eindrucksvoll, mit welcher Begeisterung sie die neu angeschafften Geräte, Schubkarren und Reifen in der Turnhalle der Kita nutzen – und nicht nur sich selbst in Bewegung bringen.

Ermöglicht wurde die Anschaffung im Rahmen des Programms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche in Kamen“, welches die Stiftung in großem Umfang finanziell unterstützt.

Die Notwendigkeit ist ohne Zweifel gegeben:

Zahlreiche Studien belegen die vielfältigen gesundheitlichen, sozialen und emotionalen Folgen der Corona-Pandemie auf Kinder.

Diese waren dann auch Ausgangspunkt der Kamener Präventionskonferenz im Oktober – mit dem Ziel, konkrete Bedarfe von Kindern, Jugendlichen und Familien im Anschluss an die Corona-Zeit zu ermitteln und konkrete Projekte zur Unterstützung zu entwickeln.

„Dabei ist auch aufgefallen, dass die von Bund und Land unter dem Motto „Aufholen nach Corona“ aufgelegten Förderprogramme Kinder von 3-6 Jahren bzw. Kitas fast vollständig außen vor lassen“,

erklärt die Stadt Kamen.

Die Kitas haben nun im Rahmen des Programms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche in Kamen“ die Möglichkeit, Projekte und Maßnahmen zur Förderung von Kindern durchzuführen oder Anschaffungen zu tätigen, die ohne diese Unterstützung nicht möglich wären.

Das unterstreicht auch Silvia Mühlhaus, Leiterin der Katholischen Kita St. Marien:

„Wir konnten tolle Materialien anschaffen, die Kinder mit viel Spaß und Freude in Bewegung bringen. Gleichzeitig haben wir auch unseren Lese-Schwerpunkt weiter ausgebaut, um je nach Bedürfnis auch Ruheinseln schaffen zu können.“

Das Programm kommt bei den Kitas gut an und wird rege genutzt. So sind inzwischen rund 30.000 Euro für ganz konkrete Projekte und Maßnahmen fest eingeplant, viele Aktionen haben bereits stattgefunden – darunter zum Beispiel Ausflüge kompletter Einrichtungen, Erste-Hilfe-Kurse für Vorschulkinder, Zirkusprojekte, Kurse zur Förderung des sozialen Lernens oder eben Anschaffungen, die den Alltag der Einrichtungen im wahrsten Sinne des Wortes bewegen.

 

Quelle Stadt Kamen

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