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Hund während Urlaubs allein zu Hause: Familie vorzeitig zurück – Kreis gibt aus Tierschutzaspekten Entwarnung

Hund während Urlaubs allein zu Hause: Familie vorzeitig zurück – Kreis gibt aus Tierschutzaspekten Entwarnung

Symbolbild eines Hundes am Fenster - Foto Pixabay

„Das Tier ist kerngesund. Es ist in einem einwandfreien Zustand.“

Im Fall des in einer Bönener Wohnung zurückgelassenen Hundes, während die Familie in den Urlaub fuhr, hat Kreissprecher Volker Meier am heutigen Dienstag (2. August) in einem Gespräch mit unserer Redaktion Entwarnung gegeben. Der Vierbeiner ist wieder bei seiner Familie. „Vom körperlichen Zustand her gibt es nichts zu beanstanden“, erklärt Meier. „Er hat seelisch gelitten, als er allein war. Es gibt aber nicht die geringsten Verdachtsmomente, dass das Wohl des Hundes in seiner Familie gefährdet ist.“

Die Familie ist inzwischen wieder zu Hause.

Rückblick.

Am vergangenen Freitagnachmittag sorgte auf Facebook ein Posting von Tierschützern für Unruhe, die sich bis zum Abend in überbordende emotionale Reaktionen steigerte. Der Anlass war ein kleiner Hund, den seine Familie während ihres Urlaubs allein in der Wohnung in Bönen zurückgelassen hatte.

Das fiel deshalb auf, weil der Hund in seinen einsamen Stunden teilweise unablässig bellte.

Unsere Redaktion griff die Diskussion am späten Abend auf und befragte am Samstagmorgen die  Leitstelle der Kreispolizeibehörde Unna dazu. Nach den Aussagen eines dortigen Polizeisprechers hatte sich das Ordnungsamt der Gemeinde Bönen inzwischen vergewissert, dass der Hund nicht gefährdet war. Es gebe eine Person, die den Hund regelmäßig füttere, ihm Wasser gebe und auch mit ihm spazieren gehe.

Da der die meiste Zeit sich selbst überlassene Hund weiterhin aber durch lautes Gebell auf sich aufmerksam machte, griff noch am Samstag die Kreisverwaltung Unna ein. In einem sehr  ungewöhnlichen Schritt schickte Kreissprecher Meier dazu am Samstagabend noch eigens eine Pressemitteilung: Demzufolge hatte ein Amtstierarzt des Kreises den Hund untersucht und ihn anschließend in die Obhut eines erfahrenen Hundefachmanns übergeben. Dieses Vorgehen sei mit der Gemeinde Bönen und deren Ordnungsamt abgestimmt worden.

Die Familie des Tieres, berichtete uns Volker Meier heute, sei inzwischen aus dem Urlaub zurückgekehrt. Dies „ein paar Tage früher als geplant“, da die Eigentümerin des Tieres die hochkochende Diskussion in den sozialen Medien gesehen und sich auch selbst eingeschaltet hatte. Wir berichteten über die aus dem Russischen übersetzten Kommentare.

Geplant war der Urlaub, so Meier, wohl für eine Woche. Behauptungen, die Familie habe 3 Wochen wegbleiben wollen, kann der Kreissprecher nicht bestätigen.

Zur Gesamtsituation der Familie und dem Hintergrund des Urlaubs (Anmerkung unserer Redaktion dazu: Es handelte sich um keine Vergnügungsreise) möchte Meier aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen nichts Näheres sagen. Das sei auch nicht der Punkt, merkt er an:

„Für uns war allein die Frage entscheidend, ob der Hund in der Familie gut aufgehoben ist. Und es gibt es nach den jetzt erfolgten Untersuchungen keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass das Tier in seiner Familie geliebt wird.“  

Das hätte nicht nur der einwandfreie körperliche Zustand des Hundes gezeigt, sondern auch seine vertrauensvolle und positive Reaktion des Tieres auf sein Frauchen. Der Junge, der den Hund während der Abwesenheit der Besitzer versorgt hatte, habe einmal auch in der Wohnung geschlafen, gibt Meier die Aussage von Anwohnern wieder.

Natürlich, sagt der Kreisverwaltungssprecher, sei die gesamte Situation absolut nicht glücklich verlaufen.

„Es mag Hunde geben, die so ein Alleinsein über mehrere Tage – ganz allein war er ja auch nicht – ganz gut verkraften. Andere kommen schlecht damit klar. Man weiß vorher nicht, wie ein Hund reagiert.“

Mit geringen Auflagen bekam die Familie ihren Vierbeiner wieder in ihre Obhut.

Bezüglich einer Ruhestörung durch das Bellen des Hundes seien zumindest bei der Polizei“zu keinem Zeitpunkt Hinweise/Beschwerden eingegangen“, ergänzte auf unsere Nachfrage noch die Sprecherin der Kreispolizeibehörde, Vera Howanietz.

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