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Fahrlässige Tötung: Verurteilter kann 17.000 € nicht zahlen und geht für 90 Tage in Haft

Fahrlässige Tötung: Verurteilter kann 17.000 € nicht zahlen und geht für 90 Tage in Haft

Foto: Lukas Pohland

Verurteilt, abgetaucht und beim Abflug aufgeflogen – wieder einmal erwischten Bundespolizisten einen gesuchten Straftäter bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle am Dortmunder Flughafen. Der Mann wurde wegen fahrlässiger Tötung gesucht. 

Am Mittwochnachmittag hatten Bundespolizisten bei der Ausreisekontrolle eines Flugs nach London einen 61-jährigen Bulgaren vor sich. Mit seinem Flug auf die Insel wurde es nichts. 

Denn bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass der Mann durch die Staatsanwaltschaft Schweinfurt gesucht wurde:  Das Amtsgericht Bad Kissingen hatte den bulgarischen Staatsangehörigen wegen fahrlässiger Tötung zu 4500 Euro Geldstrafe verurteilt. Der 61-Jährige hatte nicht gezahlt, sondern wollte sich statt dessen nach London absetzen.

Die Staatsanwaltschaft hatte jedoch inzwischen seine Verhaftung beantragt, was bei der Ausreisekontrolle natürlich aufflog. Außerdem forderte das Gericht die Zahlung der Verfahrenskosten – stolze 12.510 Euro.

So liquide war der Bulgare dann auch beim vesuchten Abflug nicht – und kommt mit drei Monaten (90 Tagen) Ersatzhaft in der JVA vergleichsweise glimpflich davon.

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