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Ställe für Mähnenwolf und Capybara, Schildkrötenhaus: Zoo Dortmund investiert in Tierwohl und Besuchserlebnis

Ställe für Mähnenwolf und Capybara, Schildkrötenhaus: Zoo Dortmund investiert in Tierwohl und Besuchserlebnis

Zwei Kordofan-Giraffenkühe sind in Dortmund eingezogen. Foto: Zoo Dortmund

Der Zoo Dortmund wird Schritt für Schritt attraktiver:

Sieben der geplanten Bauprojekte sind bereits fertiggestellt, in den nächsten Wochen folgen das Schildkrötenhaus sowie ein Stall für den Mähnenwolf, ein Capybara-Stall und eine Toilettenanlage. Viele weitere Maßnahmen sind geplant.

Das „Zukunftskonzept Zoo Dortmund 2023“ ist in vollem Gange. Der Rat der Stadt hatte dafür im Jahr 2016 insgesamt 31 Mio. Euro freigegeben. Die Pandemie und auch die aktuellen Kriegshandlungen haben zu Bauzeitverzögerungen und erheblichen Preissteigerungen geführt. In einigen Fällen musste umgeplant werden, da sich während der Bauzeit Vorschriften verändert hatten. Für die neu priorisierten, dringenden Projekte des Zukunftskonzeptes benötigen die Sport- und Freizeitbetriebe daher eine weitere Million Euro. Eine entsprechende Empfehlung leitete der Verwaltungsvorstand am Dienstag, 17. Mai, an die politischen Gremien weiter. Der Rat der Stadt wird in seiner Juni-Sitzung darüber beraten.

Neue Vorgaben aus Haltungsvorschriften und Zuchtbüchern

Damit der Zoo Dortmund weiterhin Giraffen halten und züchten kann, sind auf Grundlage des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) zwei Kordofan-Giraffenkühe in Dortmund eingezogen. Nach den aktuellen Haltungsrichtlinien ist für die Zucht künftig ein Bullenstall zwingend vorgeschrieben, der nun zeitnah gebaut werden muss. Die stark gefährdeten Amurleoparden benötigen ein größeres Gehege. Die Gaur-Anlage, die seinerzeit aufgrund mangelnder Investitionsmittel mit reduzierter Fläche entstanden ist, wird nun auf die ursprünglich für die Außenanlage geplante Fläche erweitert.

Erneuerungsbedarf von Stallanlagen

Die Holzstallanlagen der Guanakos sowie der Zebras und Antilopen auf der Afrika-Anlage stammen aus den 1960er/1970er-Jahren und müssen dringend erneuert werden, um eine zeitgemäße Tierhaltung und ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Auch die Anlagen der südamerikanischen Kleinkatzen und der Keas sind marode und erfüllen nicht mehr die zeitgemäßen Haltungsrichtlinien. Ein Neubau ist auch mit Blick auf die Energieeffizienz notwendig.

Lemuren ziehen ein – mehr Attraktivität für Besucher*innen

Lemuren sind Halbaffen, die künftig nicht nur die Artenvielfalt im Zoo bereichern werden, sondern auch eine Attraktion für die Besucher*innen der Zoogastronomie werden sollen: Direkt am Biergarten im Waldbereich soll ein Gehege für Lemuren entstehen. Außerdem sollen die alten Fasanen-Volieren durch eine begehbare „Eulenruine“ ersetzt werden: Verschiedene heimische Eulen- und Kauzarten können dann in dem Nachbau der Ruine Hohensyburg bewundert werden.

Zooschule

Der Zoo ist ein wichtiger außerschulischer Lernort und erfüllt damit einen gesetzlichen Bildungsauftrag. Mit dem Neubau einer Zooschule gibt es die Möglichkeit, großen und kleinen Besucher*innen vertiefende Einsichten durch Vorträge, Projekte der Erwachsenenbildung und Indoor-Aktivitäten zu ermöglichen.

Quelle: Dortmund.de

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