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Suche nach Kirmes-Todesschützen startet neu: Beide jungen Verdächtigen wieder auf freiem Fuß

Suche nach Kirmes-Todesschützen startet neu: Beide jungen Verdächtigen wieder auf freiem Fuß

Symbolbild, Quelle Pixabay

Er scheint es doch nicht gewesen zu sein.

Die Suche nach dem Todesschützen auf der Lüdenscheider Steinert-Kirmes beginnt wieder von vorn.

Beide zwischenzeitlich festgenommen jungen Männer – ein 16-Jähriger und ein mit ihm befreundeter junger Erwachsener – wurden am Dienstag, 7. Juni, wieder freigelassen. 

Das meldeten Staatsanwaltschaft und Polizei Hagen in einer gemeinsamen Presseerklärung am Nachmittag.

Wie am Wochenende berichtet, war am frühen Samstagmorgen (04.06.2022) bei einem Durchsuchungseinsatz der Kriminalpolizei Hagen ein junger Erwachsener aus Lüdenscheid vorläufig festgenommen worden. „Dieser ist im Laufe des gleichen Tages wieder entlassen worden“, teilen die Behörden nun drei Tage später mit.

Und mehr noch – es gibt zweieinhalb Wochen nach der Bluttat auch keinen Hauptverdächtigen mehr. Denn der zügig nach der Tat festgenommene 16 Jahre alte Syrer befindet sich ebenfalls seit Dienstagmorgen wieder auf freiem Fuß. Gegen ihn hatte die Staatsanwaltschaft bereits Untersuchungshaft erwirkt wegen vorsätzlichen Totschlags.

Jedoch, so geben die Ermittlungsbehörden heute bekannt:

„Aufgrund der am Wochenende gewonnenen neuen Erkenntnisse besteht gegen ihn kein dringender Tatverdacht fort.“

Weitere Angaben werden auch diesmal „aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht gemacht“. So bleibt auch bisher die Frage offen, ob die Tatwaffe am Samstag bei der Wohnungsdurchsuchung gefunden wurde.

Laut Medienberichten ist auch der zweite unter Verdacht geratene junge Lüdenscheider, der am Samstag vorläufig festgenommen worden war, erst 16 Jahre alt.

Am Abend des 21. Mai, dem Eröffnungsabend der größten Kirmes des Sauerlandes, war gegen 20:30 Uhr auf dem Kirmesgelände eine Gruppe Südländer mit einem 16-jährigen Lüdenscheider aneinandergeraten. Am Hauptzuganges zur Kirmes kam es gegen 20:50 Uhr erneut zu einem Zusammentreffen. Als der 16-Jährige und sein 52-jähriger Vater die sechs jungen Männer zur Rede stellen wollten, flüchteten diese – und auf der Flucht feuerten zwei Männer aus einer Schreckschusswaffe und einer scharfen Schusswaffe, auch in Richtung der beiden Verfolger. Ein Projektil traf einen 40-jährigen sudanesischen Familienvater, der sich am Ausgang der Kirmes. Er starb kurz darauf im Krankenhaus an inneren Blutungen.

 

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