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Mann bedrängt und begrapscht labile junge Frau – 20-Jährige „ruft“ per Handzeichen um Hilfe

Mann bedrängt und begrapscht labile junge Frau – 20-Jährige „ruft“ per Handzeichen um Hilfe

Grafik: Ausblick am Hellweg

Sie schrie um Hilfe – lautlos. Und zum Glück reagierte ein Retter richtig.

In den frühen Morgenstunden des 03. Juni  informierte ein 20-Jähriger die Bundespolizei am Dortmunder Hauptbahnhof. Eine Frau habe auf dem Vorplatz einen stummen Hilferuf per Handzeichen gegeben – rechte Hand auf dem Rücken und Daumen mit Fingern umschlossen,

Der Zeuge führte die Bundespolizisten zum Taxistand. Dort stand eine junge Frau und neben ihr ein Mann.

Die Beamten sprachen beide an. Während des Gesprächs gab die 20-Jährige keinerlei Hinweise auf ein Hilfeersuchen. Ihr 42-jähriger Begleiter überreichte den Beamten eine albanische Identitätskarte.

Da zu diesem Zeitpunkt keinerlei Hinweise auf etwas Strafbares vorlagen, entließen die Beamten den Mann wieder. Er verschwand Richtung Innenstadt. Die junge Frau begleitete die Einsatzkräfte zur Bundespolizeiwache. Auf dem Weg dorthin offenbarte sich die junge Deutsche dann:

Der um 22 Jahre ältere Mann habe sie an den Brüsten begrapscht, sie bedrängt und versucht, sie zu küssen. Sie habe sich weggedreht und deutlich gemacht, dass sie damit nicht einverstanden war. Schließlich wusste sie sich nicht mehr zu helfen und gab ihr stummes Hilfezeichen. Zu schreien traute sich die eingeschüchterte junge Frau nicht.

Sie hatte den Albaner zuvor in einer Regionalbahn kennengelernt. Er wirkte auf sie freundlich und sympathisch. Man ging also zusammen in ein Restaurant. Schon im Lokal habe der vielfach ältere Mann ihr immer wieder sexuelle Avancen gemacht. Auf dem Vorplatz des Dortmunder Hauptbahnhofs kam es dann zu den sexuellen Übergriffen.

Aufgrund ihres sehr labilen Zustandes erklärte sich die 20-Jährige anschließend bereit, zur weiteren Behandlung ein Krankenhaus aufzusuchen. Ein Rettungswagen brachte die 20-Jährige dorthin.

Mit Hilfe einer Videoauswertung stellten die Beamten fest, dass der 42-Jährige kurze Zeit später mit  einer Regionalbahn in Richtung Bochum fuhr. Sie leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Nötigung gegen den albanischen Staatsbürger ein.

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