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Todesschuss auf Lüdenscheider Kirmes: Weitere Festnahme nach SEK-Einsatz

Todesschuss auf Lüdenscheider Kirmes: Weitere Festnahme nach SEK-Einsatz

Symbolbild, Quelle Pixabay

Nach dem tödlichen Schuss auf einen 40-jährigen Kirmesbesucher am vorletzten Samstag auf der Lüdenscheider Steinert-Kirmes ist ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung gaben Polizei und Staatsanwaltschaft Hagen am Samstag, 4. Juni, knapp bekannt, dass am Morgen ein Durchsuchungseinsatz der Kriminalpolizei Hagen in Lüdenscheid durchgeführt wurde.

Auch Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) waren an dem Zugriff beteiligt.

„Hintergrund des Einsatzes ist das Tötungsdelikt auf der Lüdenscheider Kirmes. Eine Person wurde vorläufig festgenommen“, teilten die Behörden mit.

Weitere Auskünfte können „aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht gegeben werden“.

Nach weitergehenden Medieninformationen stürmte das SEK am frühen Morgen insgesamt vier Wohnungen in Lüdenscheid. Der Hagener Mordkommission „Kirmes“ sei es offenbar gelungen, die Freunde des mutmaßlichen Schützen (16) zu identifizieren. So soll es sich auch bei dem heute Morgen festgenommenen Mann um einen Freund des in Untersuchungshaft sitzenden Syrers handeln.

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Wie berichtet,  setzte die Kripo zur Fahndung nach der weiterhin flüchtigen mutmaßlichen Mittätergruppe auch Mantrailer-Hunde ein, Teile der A45 und A46 wurden zu diesem Zweck kurzzeitig gesperrt. Die Ermittlungen der Mordkommission, bei denen die Gebrauchshunde auch weiterhin eingesetzt werden, dauern an.

Ein 40-Jähriger Kirmesbesucher war am Eröffnungsabend der größten Kirmes des Sauerlandes tödlich von einem Schuss getroffen worden, nachdem ein Jugendlicher aus Lüdenscheid mit einer Gruppe augenscheinlich südländischer junger Männer aneinander geriet und danach zusammen mit seinem Vater von den Männern verfolgt wurde. Dabei fielen Schüsse.

Das aus dem Sudan stammende Opfer war ein an dem Streit völlig unbeteiligter Kirmesbesucher. Er starb, kurz nachdem er getroffen wurde,  an inneren Blutungen.

Der erst 16 Jahre alte mutmaßliche Todesschütze, ein junger Syrer, wurde wenige Tage nach der Bluttat verhaftet. Er muss sich wegen vorsätzlichen Totschlags verantworten.

 

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