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Rasende Flucht in geliehenem Audi durch DO-Ost: Beide Vorderräder herausgerissen und Trümmerfeld hinterlassen

Rasende Flucht in geliehenem Audi durch DO-Ost: Beide Vorderräder herausgerissen und Trümmerfeld hinterlassen

Symbolbild Audi - Foto Rinke

Herausgerissene Vorderräder, überfahrene Sperrbügel, beschädigte Verkehrsschilder, eine Verfolgungsfahrt und eine Flucht: Der Fahrer eines geliehenen Audi A3 fuhr in der Nacht zu Freitag (15.4.2022) in Dortmund ein Rennen über die Kaiserstraße und den Körner Hellweg. Die riskante Fahrt endete an der Haltestelle Am Zehnthof in Körne. Hier hinterließ der Fahrer ein Trümmerfeld.

Der Einsatz begann für die Polizei um 2.30 Uhr. Mehrere Anwohner der Calvinstraße, der Melanchthonstraße und der Robert-Kochstraße informierten den Polizei-Notruf 110 über einen schwarzen Audi, der mehrfach mit hohem Tempo über die Straßen fuhr – erlaubt sind 30 km/h. Während ein Streifenteam mit einem Zeugen sprach (dieser nannte auch das Kennzeichen), fuhr der Audi an den Polizisten vorbei.

Das Streifenteam verfolgte den Audi. Anhaltezeichen ignorierte der Fahrer.

Mit mindestens 110 km/h flüchtete er über die Kaiserstraße und den Körner Hellweg. An der Haltestelle Am Zehnthof stieß der Audi mit dem Mercedes eines 22-Jährigen zusammen. Der Fahrer verlor die Kontrolle über den A3, riss zwei Absperrbügel und zwei Verkehrszeichen aus der Verankerung. Einer der stählernen Absperrbügel schleuderte in die Windschutzscheibe eines geparkten VW Passat.

Der Insasse (29) blieb zum Glück unverletzt.

Der stark beschädigte Audi blieb am Haus Körner Hellweg 95 auf dem Gehweg stehen – eine Weiterfahrt war ohnehin nicht möglich, da bei der Kollision im Bereich der Haltestelle beide Vorderräder abgerissen worden waren. Umherfliegende Teile beschädigten zudem eine Hausfassade. Auch Glas-Elemente der Haltestelle zersplitterten.

Den mutmaßlichen Fahrer entdeckte die Polizei nach einem Zeugenhinweis in der Straße „Leppinghof“. Der 19-jährige Dortmunder stand unter dem Einfluss von Alkohol. Verletzt wurde er nach ersten Erkenntnissen nicht. Eine Fahrerlaubnis besitzt der junge Mann nicht. Ein Arzt entnahm ihm in einer Wache eine Blutprobe.

Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren u.a. wegen der Teilnahme an einem verbotenen Rennen (§ 315d Strafgesetzbuch) und wegen einer Verkehrsunfallflucht ein. Den Sachschaden schätzt die Polizei insgesamt auf mindestens 20.150 Euro. Die Polizei stellte für weitere Spurenanalysen den Audi und ein Mobiltelefon sicher.

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