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Am „Car Friday“ hieß es „Rot für Raser, Poser, illegales Tuning“

Am „Car Friday“ hieß es „Rot für Raser, Poser, illegales Tuning“

Fotoquelle Polizei Dortmund - via FB

Der Karfreitag, Car Friday, ist traditionell der Saisonstart für Autoverrückte. Entsprechend zeigt die Polizei traditionell verstärkt Präsenz.

Kreis Unna

107 statt erlaubten 50 km/h waren diesmal „Spitze“ am sogenannten Car Friday im Kreis Unna, 342 Verstöße wurden insgesamt geahndet.

Wie bereits in den Vorjahren unternahm die Kreispolizeibehörde Unna auch an diesem „Carfreitag“ (15.04.2022) wieder einen mehrstündigen Schwerpunkteinsatz. Sie bot starke Präsenz an verschiedenen Kontrollstellen im gesamten Kreisgebiet auf.

Die Einsatzkräfte erfassten insgesamt 342 Verstöße.

Die polizeiliche Bilanz:

  •  267 Ordnungswidrigkeitenanzeigen
  •  68 Verwarnungsgelder
  •  6 Strafanzeigen
  •  1 sichergestelltes Kfz

Bei den Ordnungswidrigkeitenanzeigen und Verwarnungsgeldern handelte es sich neben Handy-, Gurt- und Lichtverstößen hauptsächlich um Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Unrühmlicher Spitzenreiter war ein Verkehrsteilnehmender auf der Lüdinghauser Straße in Selm, der mit 107 statt der erlaubten 50 km/h unterwegs war.

Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis haben für die sechs Strafanzeigen gesorgt.

Ein Fahrzeug aus der Raser-, Tuner- und Poserszene war am Fahrwerk und an den Rädern dermaßen technisch verändert, dass es in Werne sichergestellt und aus dem Verkehr gezogen wurde.

„Die gute Nachricht: Es gilt festzustellen, dass wir kein Hotspot für illegale Kfz-Rennen und die damit einhergehende Raser-, Tuner- und Poserszene sind. Damit das so bleibt, behalten wir die Lage in den Gemeinden und Städten im Kreis Unna ganz genau im Blick und führen regelmäßig und unangekündigt Schwerpunkteinsätze dieser Art durch – nicht nur zu ‚Carfreitag‘.

Denn zum Schutze aller Verkehrsteilnehmenden verfolgen wir eine Null-Toleranz-Strategie und ahnden dementsprechend konsequent Verkehrsverstöße“, betont Einsatzleiter Martin Wolf, Polizeihauptkommissar beim Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Unna.

Dortmund

Auch in Dortmund wurde engmaschig kontrolliert. Dort zog die Polizei folgendes Fazit:

„Im Vergleich zu den letzten Jahren waren deutlich weniger relevante Autos auf Dortmunds Straßen unterwegs.

Während es bei den Kontrollen tagsüber fast gar keine Feststellungen gab, kam es in den Abendstunden zu einem geringen Zulauf von relevanten Fahrzeugen auf dem Dortmunder Wall. Dies bestätigt die Entwicklung der letzten Monate, die einen deutlichen Rückgang der Szene in Dortmund zeigt. Dies liegt nicht zuletzt an den konsequenten Maßnahmen der Polizei und Stadt Dortmund, die in regelmäßigen, wöchentlichen Schwerpunkteinsätzen Maßnahmen gegen die Raser Szene getroffen haben. Hinzu kommt die städtische Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h in den Abendstunden auf dem Wall.

Die Bilanz in Zahlen vom gestrigen Abend:

  • 102 kontrollierte Fahrzeuge
  • 183 kontrollierte Personen
  • 34 Ordnungswidrigkeitenanzeigen
  • 44 Verwarnungsgelder
  • 4 Platzverweise
  • 5 Fahrzeuge sichergestellt (Erstellung eines technischen Gutachtens)
  • 2 Strafanzeigen

Die Polizei und die Stadt Dortmund wird die Entwicklung in der nächsten Zeit genau beobachten. Die Straße ist keine Rennstrecke und kein Laufsteg, um sich selber zu inszenieren. Raser sind Straftäter und gefährden das Leben anderer.“

Hamm

Die Polizei Hamm beteiligte sich ebenfalls mit verstärkten Kräften an der Verkehrssicherheitsaktion „Rot für Raser, Poser und illegales Tuning“.

  • Bei den mehrstündigen Kontrollen im gesamten Stadtgebiet überprüften die Einsatzkräfte 154 Fahrzeuge, etwa 40 von ihnen waren der Tuner- und Poserszene zuzurechnen.
  • Insgesamt wurden acht Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt und rund 60 Verwarnungsgelder erhoben. In den meisten Fällen handelte es sich um überhöhte Geschwindigkeit, Fehlendes Anlegen des Sicherheitsgurtes oder das Nutzen des Handys während der Fahrt.
  • Eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wurde aufgrund des Fahrens unter Betäubungsmittel gefertigt. Dem Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt, auf der Polizeiwache musste er eine Blutprobe abgeben. Ihn erwartet ein Bußgeld von 500 Euro und einen Monat Fahrverbot.
  • Durch den Messwagen der Polizei Hamm wurden 34 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Einer von ihnen auf der Richard-Wagner-Straße – hier war ein Fahrzeug 50 km/h zu schnell unterwegs. Auch die Stadt Hamm war an den Geschwindigkeitsmessungen beteiligt.

Insgesamt war die Poser- und Tuningszene am Karfreitag in Hamm weitestgehend unauffällig.

Quellen: Kreispolizei Unna, Polizei DO, Polizei Hamm

 

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