HomePolizeiberichtFreizeit

Uriniert, geprügelt, Graffiti gesprüht – Fußballrowdies verwüsten Zug

Uriniert, geprügelt, Graffiti gesprüht – Fußballrowdies verwüsten Zug

Foto_Bundespolizei

Die gestrigen Fußballbegegnungen  Schalke gegen Hannover und Rot Weiß Essen gegen Uerdingen waren leider von massiven Begleiterscheinungen geprägt. Die Bundespolizei notiert mehrere „nennenswerte Sachverhalte“:

Während der Anreisephase gegen 11 Uhr meldeten Bahnmitarbeiter, dass Hamburger Fans  in der Regionalbahn RE 2 randalierten.

Beim planmäßigen Halt im Hauptbahnhof Gelsenkirchen verweigerte der Zugführer die Weiterfahrt – aufgrund massiver Beschädigungen und sonstiger Straftaten durch die Randalierer.

Unter anderem hatten Fußballanhänger im Zug Graffitis gesprüht, uriniert und Körperverletzungsdelikte begangen.

Die circa 150 randalierenden Fußballanhänger blockierten beim Halt im Gelsenkirchener Hauptbahnhof Türen und zogen mehrmals die Notbremse. Trotz Aufforderung durch das Zugpersonal weigerten sie sich, den Zug zu verlassen.

Um dann ein Aufeinandertreffen dieser Gruppe mit Fans des Schalke 04 und  Hannover 96 zu verhindern, versperrten Bundespolizisten eine Viertelstunde die Türen des besagten Zuges.

Nach weiteren polizeilichen Maßnahmen mit Unterstützung von Kräften des Landes NRW konnten die Reisenden anschließend einen  auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig einfahrenden Zug in Richtung Düsseldorf nutzen.

Der RE 2 musste aufgrund der massiven Sachbeschädigungen und Verunreinigungen aus dem Verkehr gezogen und in eine Werkstatt  gefahren werden.

„Ermittler werden etwaige Videoaufzeichnungen aus dem Zug und aus dem Gelsenkirchener Hauptbahnhof auswerten, um die Täter zu ermitteln“, kündigt die Bundespolizei an.

Dies geschieht auch in einem weiteren Fall: Um 12:20 Uhr zündeten Anhänger des KFC Uerdingen beim Eintreffen im Essener Hauptbahnhof Pyrotechnik.

Auch die Rückreisephase verlief nicht ohne Zwischenfälle. Fußballfans von Schalke und Uerdingen ignorierten in der RE 42 mehrfach Weisungen des Zugpersonals, lösten schon im Mülheimer Hauptbahnhof durch das Rauchen von Zigaretten mehrmals die Brandmeldeanlage aus.

Da sich das während der Weiterfahrt wiederholte,  schloss die Zugchefin dann die besagten Gruppierungen beim nächsten Halt ab dem Duisburger Hauptbahnhof von der Weiterfahrt aus. Die „Fans“ mussten dann wenig später ihre Reise mit der RB 33 fortsetzen.

Die Anhänger des Hamburger SV, welche bereits auf dem Hinweg durch Straftaten aufgefallen waren, wurden auf dem Rückweg durch weitere, extra angeforderten Bundespolizisten begleitet.

Quelle Bundespolizei

Kommentare

WORDPRESS: 0