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Falscher „Zivilpolizist“ mit falscher „Dienstwaffe“ begrapscht 14-Jährige

Falscher „Zivilpolizist“ mit falscher „Dienstwaffe“ begrapscht 14-Jährige

Grafik: Ausblick am Hellweg

Ein falscher Zivilpolizist hat sich Samstagfrüh am Hagener Hauptbahnhof an einem 14-jährigen Mädchen vergriffen. Die Minderjährige und ihre gleichaltrige Begleiterin wurde nach den polizeilichen Maßnahmen zur Jugendschutzstelle gebracht – es ist unklar, wieso sie sich um 2 Uhr früh am Hauptbahnhof aufhielten.

Gegen 02:15 Uhr sprach der 55-jährige Tatverdächtige die beiden Mädchen dort an. Er behauptete, Zivilpolizist zu sein, zeigte den 14-Jährigen zum „Beweis“ ein Armband mit der Aufschrift „Polizei“ und eine mutmaßliche Dienstwaffe, die er aus seiner Jackentasche zog.

Foto: Bundespolizei

„Der gebürtige Euskirchener gab gegenüber den Minderjährigen an, dass er nach einem Mobiltelefon suche, welches er bei den Mädchen vermutete“, berichtet die Bundespolizei weiter. Die Mädchen erwiderten, dass sie dieses Mobiltelefon nicht bei sich hätten. Daraufhin kündigte der „Polizist“ an, er werde sie jetzt durchsuchen.

Und tatsächlich wurde er handgreiflich, näherte sich den Mädchen unsittlich und befingerte eine der beiden an der Brust.

Erst jetzt dämmerte den Mädchen, dass dies wohl kein echter Polizist war, und sie flüchteten zur Bundespolizeiwache.

Mit Hilfe einer Personenbeschreibung konnten die Beamten den Mann in Bahnhofsnähe stellen. Sie nahmen ihm die Waffe ab – es handelte sich „um eine unbrauchbar gemachte Softairwaffe“.  Zudem wurde das Armband sichergestellt.

Auf der Wache der Bundespolizei behauptete der Hagener, dass er die Mädchen lediglich nach seinem Handy gefragt habe, das er seit einiger Zeit vermisse. Das reflektierende Knickarmband habe er geschenkt bekommen, und die „Waffe“ sei ein Spielzeug, mit dem er sich einen Spaß erlaubt hätte. Der 55-Jährige bestritt jedoch vehement, die 14-Jährige angefasst zu haben.

Die beiden jungen Mädchen wurden in Gewahrsam genommen und anschließend zu einer Jugendschutzstelle gebracht. Gegen den mutmaßlichen Grapscher leiteten die Bundespolizisten ein Ermittlungsverfahren wegen Amtsanmaßung, sexueller Belästigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.

Quelle Polizei Hagen

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