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Knappere Öffnungszeiten, verschlankte Speisekarten – Gastronomie in Region leidet unter Pandemie

Knappere Öffnungszeiten, verschlankte Speisekarten – Gastronomie in Region leidet unter Pandemie

Gastgewerbe und Reisebranche leiden besonders unter der Coronapandemie. 

„Ein weiteres extrem hartes Jahr für das Gastgewerbe und die Reisebranche im Westfälischen Ruhrgebiet sorgt für eine gedrückte Stimmung in der Tourismuswirtschaft“, fasst Ulf Wollrath, Geschäftsführer bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, die Ergebnisse der IHK-Tourismusumfrage Herbst 2021 zusammen. Das Gastgewerbe und die Reisebranche in Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna spüren deutlich die Auswirkungen der Coronakrise. Der monatelange Lockdown in der Wintersaison 2020/2021 hat bei den Unternehmen des Gastgewerbes und der Reisebranche deutliche Spuren hinterlassen und Umsätze einbrechen lassen.  

 Weiterhin große Unzufriedenheit im Kammerbezirk 

 Im Gastgewerbe führten die Öffnungsschritte zu deutlichen Mehrbelastungen in den Unternehmen:

Die Einhaltung der Hygienebestimmungen banden dringend benötigte Mitarbeiter. Zudem hatten während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 zahlreiche Arbeitskräfte die Branche gewechselt. Die Pandemie verschärfte den ohnehin bestehenden Fachkräftemangel. Unternehmen aus der Gastronomie reagierten hier mit Anpassungen bei den Öffnungszeiten und Speisekarten sowie mit einem zusätzlichen Ruhetag. Unter diesen Rahmenbedingungen fiel es den Betrieben schwer, rentabel zu wirtschaften und die Verluste aus der vorherigen Saison auszugleichen. 

 

Die Bewertung der Geschäftslage zeigt, dass 69 Prozent der befragten Reisebüros und -veranstalter mit ihrem Saisonverlauf unzufrieden sind. Im Gastgewerbe bewerten 56 Prozent der Hoteliers und Gastronomen ihre Geschäftslage negativ. 28 Prozent der Befragten aus dem Gastgewerbe und 24 Prozent der Reiseunternehmen sind mit der Geschäftsentwicklung zufrieden. 

 

Steigende Energie- und Lebensmittelpreise als Risiko 

 

Bei den Erwartungen an die künftige Geschäftsentwicklung sind die Reiseunternehmen deutlich positiver gestimmt. Hier gehen rund 52 Prozent der Befragten von einer günstigen Geschäftsentwicklung in der Wintersaison aus. Im Gastgewerbe sind es dagegen nur ein Viertel der Gastronomen und Hoteliers, die einen besseren Geschäftsverlauf erwarten.  

In der Umfrage haben sich die Betriebe außerdem geäußert, wann sie mit einer Rückkehr zur normalen Geschäftstätigkeit rechnen: Bei 12,5 Prozent der Unternehmen befindet sich die Geschäftstätigkeit bereits wieder auf oder über dem „Vor-Corona-Niveau“. Ein Fünftel der Gastronomen und Hoteliers glaubt, dass dies erst im 2. Halbjahr 2022 der Fall sein wird. Weitere 12,5 Prozent der Befragten sehen erst nach 2022 wieder das Niveau ihrer normalen Geschäftstätigkeit erreicht. Elf Prozent der Gastronomen erwarten keine Rückkehr zur Normalität und für annähernd ein Drittel der Hoteliers und Gastronomen ist zurzeit keine Einschätzung möglich. 

 

Sowohl die Betriebe der Reisebranche als auch des Gastgewerbes sehen in steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen sowie in höheren Arbeitskosten die größten Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Aber auch der Fachkräftemangel und Veränderungen der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen können die Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten nachhaltig beinträchtigen. 

 

 

Die gesamten Umfrageergebnisse finden Interessierte unter folgendem Link: www.dortmund.ihk24.de/tourismusumfrage 

 

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