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Massenhaft Stellengesuche von Pflegekräften: Das steckt dahinter

Massenhaft Stellengesuche von Pflegekräften: Das steckt dahinter

Deutschlandweit stoßen seit Mitte Januar Leser von Lokalzeitungen und Anzeigenblättern auf Bleiwüsten mit Stellengesuchen – allesamt von angeblichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Gesundheitswesen. Der Eindruck eines Massen-Exodus wird erweckt.

Doch der Schein trügt,  berichtet der Nachrichtendienst t-online. Es handele sich um eine konzertierte Aktion, die bundesweit vor allem über den Messengerdienst Telegram verbreitet wird.

Ziel der Aktion sei es, Aufmerksamkeit zu erregen und Stimmung zu machen gegen die Impfpflicht im Gesundheitswesen ab dem 15. März. Diese treibe scharenweise Menschen aus ihren Berufen, die bisher mit Engagement und Herzblut Kranke und Alte versorgten.

Pflegefachkräfte mit Angst vor der Impfung schüren also Angst, dass sie wegen der Impfpflicht nicht mehr arbeiten dürfen.

„Tatsächlich fürchten viele Impfverweigerer unter dem Pflegepersonal genau das. Manche lieben ihren Job, haben in der Corona-Zeit den Beifall und lobende Worte gehört, aber wenig gespürt von gewachsener Wertschätzung und sind weiter bis an die Belastungsgrenze gegangen. Jetzt vor die Tür gesetzt zu werden, obwohl selbst eine Impfung Übertragungen nicht ausschließt: Darüber sind einige verbittert und enttäuscht und gehen auch überzeugt zu den „Spaziergängen“ der Corona-Gegner und -Leugner“,

fasst der Nachrichtendienst zusammen.

Seit Anfang Januar laufen koordinierte Anzeigenschaltungen von Impfgegnern. Die erste, die auffiel, erschien im „Traunsteiner Tageblatt“. Der Vorschlag für solche Anzeigen war auch in einer Chatgruppe des Arztes Bodo Schiffmann zu lesen.

Quelle t-online

Das Problem: Viele dieser Stellengesuche sind Fake.

Ein Redakteur des RBB schaute sich die Annoncen genauer an, rief einige der angegebenen Handynummern an.

Eine angebliche „Hebamme, die auch artfremde Tätigkeiten annehmen“ würde, hatte eine nicht vergebene Nummer. Ebenso ein angeblicher Rettungssanitäter und eine angebliche Physiotherapeutin (mit identischen Nummern) und eine „Krankenschwester mit 29 Berufsjahren“.

Unter den vielen Fakes sind auch echte Nummern von Menschen, die teils auf Telegram oder Facebook Accounts haben und im Gesundheitsbereich tätig sind. Hinter der Nummer einer „Schwester Olivia“ verbirgt sich allerdings ein männlicher Rammstein-Fan…

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