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„Werden in Ecke gestellt, in die wir nicht gehören“: „Spaziergänger“ erklären sich und ihr Anliegen

„Werden in Ecke gestellt, in die wir nicht gehören“: „Spaziergänger“ erklären sich und ihr Anliegen

Symbolbild, Quelle Pixabay

Sie fühlen sich in eine Ecke gestellt, in die sie nicht hingehören, sehen sich diffamiert und grundsätzlich missverstanden. Eine Gruppe von Menschen, die jede Woche aus Protest gegen die Coronapolitik auf die Straßen geht – hier in Menden- sucht den Weg in die Öffentlichkeit.

Vieles von dem, was sie anführen, kann auf „Spaziergänger“ in anderen Städten übertragen werden. Wir geben den Offenen Brief daher wörtlich wieder.

 

OFFENER BRIEF DER MENDENER „SPAZIERGÄNGER“

An die lokalen Pressestellen
An die Lokalpolitiker aller Fraktionen
An die Mendener Polizei und das Ordnungsamt
An alle Mendener Bürger

Liebe Mitmenschen,
aufgrund der negativen Berichterstattung, nicht nur im Allgemeinen, sondern auch ganz konkret hier
vor Ort durch die Westfalenpost, möchten wir diesen offenen Brief als Gelegenheit nutzen, um uns
„Spaziergänger“ vorzustellen und unsere Anliegen näher zu bringen.

Zunächst möchten wir uns eindeutig von jeglicher Form von Extremismus und Gewalt distanzieren!
Natürlich lässt es sich niemals 100%ig verhindern, dass auf Spaziergängen oder Demonstrationen
auch Menschen mit davon abweichenden Absichten mitlaufen.

Trotzdem kann es keine Option sein, seine Meinung nicht kundzutun und fernzubleiben. Dafür ist das Anliegen für viele Menschen zu
wichtig und belastend.

Unserem eigenen Verständnis nach sind wir ein Querschnitt der Gesellschaft, von jung bis alt,
geimpft oder ungeimpft, mit unterschiedlichen Herkünften und aus ganz verschiedenen Berufen und
Lebenssituationen.

Durch die Berichterstattung, u a. in der Westfalenpost, werden wir in eine Ecke gestellt, in
die wir nicht hingehören. Kampfbegriffe wie Impf-Gegner, Corona-Leugner usw. sind in keiner Weise
hinnehmbar und entsprechen nicht der Wahrheit.

Wir wünschen uns nach fast 2 Jahren mehr als die Fortführung dieses strengen und teilweise
wissenschaftlich nicht mehr haltbaren Kurses.

Wir können bereits die ganze Zeit beobachten, auch jetzt wieder mit Auftreten der Omikron
Variante, dass Länder verschiedene Strategien zur Pandemiebekämpfung verfolgen.
Es muss möglich sein, sich für mildere Maßnahmen, wie sie in anderen Ländern durchgeführt
werden, auszusprechen und Vorgehensweisen anzuzweifeln, ohne sofort den Titel „Schwurbler“
verpasst zu bekommen.

Es gibt zahlreiche Experten, die vor hohen wirtschaftlichen und gesellschaftliche Kollateralschäden
durch die hier zu Lande verfolgte Strategie warnen.

Selbstverständlich ist jeder Tod, den Covid verursacht hat, schlimm.
Viele von uns Spaziergängern haben Respekt vor dieser Krankheit und verstehen es, wenn Menschen
mit unterschiedlichem Risikoprofil unterschiedlich viel Angst und Sorge verspüren.
Wir sehen es aber als höchst fragwürdig an, 2 Jahre lang andauernde Panik zu verbreiten und
schlimmste Szenarien zu zeichnen. Wir vermissen eine ausgewogenere und rationalere
Berichterstattung.

So wie wir für Jeden Verständnis haben, der sich mit einer Impfung vor dem Virus schützen möchte,
wünschen wir uns, dass man uns mehr Toleranz und Respekt bezüglich unserer persönlichen Nutzen-Risiko-Abwägung bei der Impfentscheidung entgegenbringt.

Es gibt z.B. Spaziergänger, die keine schweren Corona-Fälle sahen, aber sehr wohl Nebenwirkungen
der Impfung. Deshalb ist es zu erwarten, dass Menschen diesbezüglich für sich eine individuelle
Entscheidung treffen.

Wir haben in der Gruppe der Spaziergänger einige Menschen, die von der einrichtungsbezogenen
Impfpflicht betroffen sind. Als es noch keine Impfung gab, kämpften sie an vorderster Front, konnten sich nicht ins Homeoffice
retten und haben ihren Dienst geleistet, um die Menschen mit Herzblut und Hingabe weiterhin
bestmöglich zu versorgen.

Für diese Menschen ist es verletzend und verstörend, sie aus ihrem Beruf zu drängen, obwohl man
weiß, dass geimpfte Menschen nahezu identisch zur Weiterverbreitung des Virus beitragen.
Die ganze Zeit über waren sie gut genug und nun will man sie „vom Hofe jagen“.

Auch die Entscheidung, den Genesenenstatus plötzlich auf 3 Monate zu verkürzen, ist medizinisch
nicht nachvollziehbar (siehe Aussagen der Virologen Streeck, Kekulé, Schmidt-Chanasit, Stöhr und
weitere) und erweckt viel mehr den Anschein der zunehmenden Willkür der verantwortlichen
Politiker. Andere Länder gehen mit dem Zustand der Genesung hingegen völlig anders um.
Wieder ein Sonderweg, den viele Menschen nicht mehr nachvollziehen können und mittragen
möchten.

Ebenso sind die Bedingungen für die angedachte allgemeine Impfpflicht nicht gegeben, da mit diesen
Impfstoffen keine sterile Immunität erzeugt werden kann und somit auch keine Herdenimmunität
oder Ausrottung des Virus erreicht werden kann. Auch ist die Wirkungsdauer viel zu kurz, um auf die
Mutationsfreudigkeit des Virus rechtzeitig reagieren zu können.

Diese Erkenntnis setzt sich mittlerweile selbst in Ländern mit früh gestarteter Durchimpfung und sehr
hoher Impfquote, wie z.B. Israel, durch.

Zudem sind laut dem Chef der kassenärztlichen Vereinigung die Ärzte nicht bereit, Menschen gegen
ihren Willen zu impfen und auch die STIKO spricht sich gegen die Impfpflicht aus. Diese sei laut
Aussage nicht mehr nötig und würde die Gesellschaft weiter spalten.

Ein vielfach vorgebrachtes Argument für die Impfpflicht ist eine vermeintliche Überlastung des
Gesundheitssystems.

Doch in Wahrheit ist hier gar nicht Corona das primäre Problem, sondern es
sind die seit vielen Jahren schlechten Bedingungen, insbesondere infolge der zunehmenden
Privatisierung der Krankenhäuser durch die Politik. Vorgenommen teilweise durch die gleichen
Politiker, die nun im Zuge der Pandemie sowohl am lautesten permanent die Alarmglocke läuten und
lange Zeit versucht haben, die ungeimpften Bürger als Sündenbock darzustellen.

Ein Zitat, mit dem sich sicherlich viele Spaziergänger identifizieren können, stammt von der
Publizistin und Demokratieforscherin Ulrike Guérot:

„Wir kommen gar nicht mehr an einen Punkt, wo wir uns grundlegend fragen, wie sinnvoll – oder wie systemschädigend – die Coronamaßnahmen
waren. Das System scheint an einem Punkt zu sein, an dem es sich nicht mehr selbst reflektieren
kann.“

Diffamierungs- und Zensurkampagnen gegen vom Mainstream abweichende Meinungen, Druck auf
Ärzte und Richter und regelrechte Löschorgien im Internet sind außerdem nicht das, was zu unserer
freiheitlich-demokratischen Gesellschaft passt.

Wir hoffen inständig, dass man uns auch mit Hilfe dieses Briefes nicht mehr länger als „laute,
aggressive Minderheit“ oder gar „Staatsfeinde“ abstempelt. Unsere Grundrechte müssen wieder selbstverständlich wahrgenommen werden können und dürfen
nicht weiter für Maßnahmen eingeschränkt werden, die nachweislich nicht zur
Pandemiebekämpfung beitragen.

Verhältnismäßigkeit und Augenmaß müssen wieder in den Fokus rücken.
,,Dialog statt Monolog‘‘ muss auch wieder ein unbedingtes Ziel sein.
Wir möchten, wie alle Menschen, friedlich miteinander leben – nicht gegeneinander.

Lasst uns versuchen, Brücken zu bauen. Und vor allem muss es möglich sein, seitens der Politik einen
Mittelweg zu finden, der alle Menschen wieder mitnimmt und zusammenführt, statt die
gesellschaftlichen Gräben weiter zu vertiefen.“

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