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„Montagsspaziergänge“ in Dortmund und Lünen: Anzeigen wegen Verstößen gegen Coronaschutzverordnung – Keine Störungen in Hamm

„Montagsspaziergänge“ in Dortmund und Lünen: Anzeigen wegen Verstößen gegen Coronaschutzverordnung – Keine Störungen in Hamm

Symbolfoto / A. Reichert

In Dortmund und Lünen sind Gegner der Coronaschutz-Maßnahmenauch an diesem Montag (24.1.2022) wieder auf die Straßen gegangen. Das führte in beiden Städten zu Einsätzen der Polizei und der kommunalen Ordnungsdienste. In Lünen gab es zwei und in Dortmund 53 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen sowie mehrere Strafanzeigen.

Hier die Zusammenfassung der Polizeibehörde vom Dienstagmorgen.

In Lünen legte der Anmelder einer Versammlung am Abend aufgrund der Regelungen der Coronaschutz-Verordnung (Mund-Nasen-Schutz) kurzfristig seine Funktion als Versammlungsleiter ab. Eine weitere Person übernahm schließlich die Leitung der Demonstration, sodass diese mit einstündiger Verspätung wie ursprünglich geplant über mehrere Straßen der Innenstadt führen konnte.

Dabei kam es in zwei Fällen zu Verstößen gegen die Auflagen zum Infektionsschutz (Maskenpflicht), was zu Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen führte. Die Polizei sperrte die betroffenen Straßen kurzzeitig ab. An der Versammlung in Lünen nahmen mehrere der Polizei bekannte Rechtsextremisten teil.

In Dortmund sagten die Anmelder von zwei Versammlungen diese wegen der städtischen Auflagen zum Infektionsschutz ab. Eine weitere Versammlung sagte der Leiter aus persönlichen Gründen ab. Dennoch erschienen gegen 18 Uhr einige Gegner der Coronaschutz-Maßnahmen in der Dortmunder Innenstadt und hielten sich dort in unterschiedlichen Kleingruppen auf.

Dabei wechselten sie immer wieder ihre Positionen. Eine Personengruppe umrundete den Wall. Die Einsatzkräfte der Polizei und des Ordnungsamtes kontrollieren die Personen. Ab etwa 19.45 Uhr verließen die Personen nach und nach die Innenstadt.

Das Ordnungsamt der Stadt Dortmund erteilte 34 Platzverweise. Auf Verstöße gegen die Coronaschutz-Verordnung (Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen) reagierte die Polizei konsequent mit insgesamt 50 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen. Drei Personen gaben falsche Personalien an oder weigerten sich, ihre Personalien zu nennen. Auch dieses Verhalten zog Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen nach sich.

In vier Fällen ermittelt die Polizei nach Verstößen gegen das Versammlungsgesetz (Durchführen von nicht angemeldeten Versammlungen). Zwei weitere Strafanzeigen erfolgten nach einer Beleidigung gegen einen Polizeibeamten sowie nach einer gefährlichen Körperverletzung. Dabei blendete ein Mann aus dem Querdenker-Milieu einen Polizeibeamten mit einem Laserpointer.

Unna

Eine Zusammenfassung für die Stadt Unna lesen Sie HIER.

Hamm

Eine angemeldete Versammlung in Hamm im Zusammenhang mit der Kritik an den Corona-Maßnahmen verlief in Form eines Aufzugs störungsfrei. Die Polizei bilanziert:

Der Aufzug startete mit etwa 80 Teilnehmern gegen 19 Uhr am Theodor-Heuss-Platz und wurde von Einsatzkräften der Polizei und des Kommunalen Ordnungsdienstes begleitet. Die Versammlungsleiterin forderte die Teilnehmer zu Beginn des Aufzuges zur Einhaltung der Maskenpflicht bei Versammlungen gemäß der aktuellen Corona-Schutzverordnung auf.

Eine Person wurde aus der Versammlung ausgeschlossen, da sie sich beharrlich weigerte, die erforderliche Maske zu tragen. Aufgrund des Verstoßes wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Person eingeleitet.

Die Teilnehmer bewegten sich anschließend über die Gehwege der Straßen Caldenhofer Weg, Schleppweg, Ahornallee, Ludwig-Erhard-Straße, Lilienstraße, Von-der-Marck-Straße, Grünstraße, Feidikstraße, Werler Straße zurück zum Theodor-Heuss-Platz.

Die Versammlung wurde um 19.50 Uhr beendet. Während des Aufzuges kam es zu keinen Verkehrsstörungen.

Quellen Polizei Hamm und Polizeipräsidium Dortmund

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