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Lebensgefährliches Manöver: SUV-Fahrer wendet bei schon geschlossener Schranke auf Gleisen – wenige Meter vom Zug entfernt

Lebensgefährliches Manöver: SUV-Fahrer wendet bei schon geschlossener Schranke auf Gleisen – wenige Meter vom Zug entfernt

Bahngleise, Andreaskreuz - Archivbild / c/o Rinke

Die Schranken senkten sich, prallten aufs Autodach – und nur wenige Meter vom Zug entfernt wendete der Fahrer oder die Fahrerin auf den Gleisen.

Nach einem lebensgefährlichen Manöver an einem Bahnübergang in Dortmund sucht die Bundespolizei den Fahrer oder die Fahrerin eines weißen SUV. Er oder sie zwang am Samstagnachmittag (9. Januar)  eine heranfahrende Regionalbahn zur Schnellbremsung. Ein schwerer Unfall wurde nur haarscharf verhindert.

Der Triebfahrzeugführer der RB 43 (von Dortmund Hauptbahnhof nach Dorsten) hielt gegen 16:45 Uhr betriebsbedingt am Haltepunkt Dortmund-Rahm an.  Anschließend fuhr er die Strecke wie geplant weiter.

Plötzlich sah der 45-Jährige ein weißes Fahrzeug, das an einem Bahnübergang die Gleise querte.  Der Schrankenbaum senkte sich bereits und knallte auf das Dach des Autos.

Da sich das Auto bereits auf dem Bahnübergang befand, betätigte der Triebfahrzeugführer unverzüglich den Achtungspfiff und leitete eine Schnellbremsung ein. Währenddessen konnte er beobachten, wie der weiße SUV anfuhr, innerhalb des Bahnübergangs wendete und diesen in entgegengesetzter Fahrtrichtung verließ.

Unmittelbar nach Verlassen des Bahnübergangs habe das Fahrzeug an einer Bushaltestelle angehalten.

„Der Abstand zwischen dem Auto und dem Zug betrug während des Wendemanövers nur noch wenige Meter. Bei einer höheren Geschwindigkeit wäre ein Zusammenprall unausweichlich gewesen.“

  • (Ein Sprecher der Bundespolizei zu dem Vorfall.)

Die Bundespolizei bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer kann Angaben zu dem weißen SUV der Marke Audi und dessen Fahrzeugführer oder-führerin machen, welcher am Samstagnachmittag gegen 16.45 Uhr am Bahnübergang an der Rahmer Straße in Dortmund-Rahm den Schrankenbaum touchierte? 

Durch den Vorfall wurden zum Glück keine Reisenden verletzt.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor den Gefahren des Bahnverkehrs: „Solche Aktionen sind leichtsinnig und IMMER lebensgefährlich! Tödliche Gefahren gehen dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich, sondern auch von Betriebsanlagen, wie z. B. stromführenden Teilen, Masten und anderer Infrastruktur aus.“

Weitere Informationen dazu unter www.bundespolizei.de und www.bahn.de.

Die Bundespolizisten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahn- und in den Straßenverkehr ein.

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