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Omikron-Verläufe scheinen bisher milde – Doch Furcht vor „Zusammenbruch öffentlicher Infrastruktur“

Omikron-Verläufe scheinen bisher milde – Doch Furcht vor „Zusammenbruch öffentlicher Infrastruktur“

Symbolbild Corona - c/o Rinke

Die Furcht vor der fünften Welle aufgrund von „Omikron“ wird noch im alten Jahr zu zusätzlichen Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene führen; heute Nachmittag, 21. 12., beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit der Bundesregierung über ein einheitliches Vorgehen.

In Südafrika, wo ein Großteil der Neuinfektionen inzwischen Omikron-Fälle sind, könne von überlasteten Intensivstationen aber keine Rede sein. „Krankheitsverläufe scheinen milder zu sein, verglichen mit der Delta-Welle“, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd). Doch sei es zu früh für Entwarnung:

Noch weitgehend unklar sei, wie Ältere und Risikogruppen auf Omikron reagierten, und zudem seien mancherorts bis zu 80 Prozent der Südafrikaner „teilimmunisiert“: entweder durch Vorerkrankungen mit Covid-19 oder durch Impfungen.

Auch bei eher milderen Verläufen sieht NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst gleichwohl ein hohes Riskio durch Omikron: Aufgrund der enorm schnellen Ansteckung mit dieser Variante könnten womöglich zahlreiche Krankmeldungen  auf einmal kommen:

Dann fehlen viele Experten in der Daseinsvorsorge, in der kritischen Infrastruktur.“

Denn selbst bei leichten Verläufen müssten Infizierte ja zu Hause bleiben.

Auch auf tagesschau.de waren die milderen Verläufe der Omikron-Variante in Südafrika Thema. Virologin Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München, erklärt dazu:

„Die Berichte lassen zumindest vermuten, dass die Infektionen nicht schwerer verlaufen als bisher, wenn man eine Infektion durchgemacht hat oder zweimal geimpft ist. Wenn eine massive Infektionswelle aber auf die vielen Menschen in Deutschland trifft, die bisher keine Infektion durchgemacht haben oder nicht geimpft sind, oder auf die über 50-Jährigen, bei denen die Zweitimpfung schon länger her ist, dann kann das selbst bei einem milderen Verlauf zu sehr, sehr vielen Erkrankungen führen.“

Omikron wirke wie ein „Brandbeschleuniger“ der Pandemie, da auch viele gleichzeitige Krankheitsausfälle die kritische Infrastruktur gefährden könne.

Booster-Impfungen stellten zwar den Impfschutz „zu 75 Prozent wieder her“ – doch aus Sicht der Virologin müsse sich Deutschland „im Januar auf massive Kontaktbeschränkungen einstellen, um die Welle zumindest abzubremsen.“

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