Wieder einmal sind der Bundespolizei bei Routinekontrollen mehrere gesuchte Straftäter buchstäblich in die Arme gelaufen.
Am Samstagmittag, 4. 12., wurde ein 34-Jähriger bei der Ausreisekontrolle eines Fluges nach Sofia/ Bulgarien am Flughafen Dortmund vorstellig. Er legte seine bulgarische Identitätskarte vor. Bei einer Überprüfung kam – Überraschung – ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Essen zum Vorschein:
Das dortige Amtsgericht hatte den Bulgaren bereits vor über einem Jahr, im November 2020, wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe verurteilt. Da der Mann nur einen Teil gezahlt hatte, war er zur Festnahme ausgeschrieben worden. Nunmehr konnte er am Airport die fällige Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen umgehen, indem er die Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro bei der Bundespolizei einzahlte – danach startete er zum Abflug in die Heimat.
Am Abend lief Beamten im Hauptbahnhof Hagen ein 30-jähriger Deutscher in die Arme, den das Amtsgericht Ratingen einige Zeit zuvor wegen Körperverletzung, Drogenbesitz, Sachbeschädigung und Beleidigung zu einer Gesamtgeldstrafe von 1350 Euro verurteilt hatte. Da auch er nur einen Teil gezahlt hatte und auch jetzt nicht liquide war, verbringt er das Weihnachtsfest hinter Gittern: Der Polizeibekannte wurde für 98 Tage in die Justizvollzugsanstalt gebracht.
Sonntsgmorgen dann Nummer 3: Gegen 09:30 Uhr wurde eine Rumänin bei der Ausreisekontrolle eines Fluges nach Targu Mures/ Rumänien am Dortmunder Flughafen erwischt – sie war im Mai 2021 in Regensburg wegen Betrugs zu 2100 € Geldstrafe verurteilt und kurz darauf zur Festnahme ausgeschrieben worden, weil auch sie nicht gezahlt hatte.
Jetzt war sie flüssig, beglich die offene Summe und konnte anschließend ihre Heimreise fortsetzen – hätte sie wieder nicht bezahlt, wäre sie für 60 Tage hinter Gitter gewandert.
Quelle Bundespolizei

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