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Tägliche Testpflicht in Arztpraxen auch für Geimpfte/Genesene: Kassenärzte und besonders Kinderärzte protestieren

Tägliche Testpflicht in Arztpraxen auch für Geimpfte/Genesene: Kassenärzte und besonders Kinderärzte protestieren

Corona-Test - Symbolbild, c/o S. Rinke

+++++UPDATE 25. 11. – die umstrittene Praxis wird ausgesetzt+++++

 

Das sorgt für helles Entsetzen und Zorn insbesondere beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte: Seit Mittwoch, 24. November, gilt für jeden, der eine Arztpraxis betritt, die Testpflicht – auch für Geimpfte und Genesene. Ausgenommen sind nur Patienten selbst.

 Nun drohen die Kinderarztpraxen mit Schließung: „Für Kinder- und Jugendärzte stellt sich nur die Wahl, das neue Gesetz bewusst zu ignorieren, oder die Praxen noch diese Woche zu schließen und die Nachbesserung der Regelung abzuwarten“, so der Verband in einer Stellungnahme.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erklärt: „In Praxen müssen Arbeitgeber, Beschäftigte und Besucher ab Mittwoch einen tagesaktuellen Antigentest vorlegen – unabhängig davon, ob sie geimpft oder genesen sind. Dies schreibt das geänderte Infektionsschutzgesetz vor.“

Doch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KV) lehnt sich auf: Sie fordert in einem Schreiben an die künftigen Ampelkoalitionäre als auch an NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, die verschärften 3G-Regeln plus täglicher Testung in den Praxen wieder abzuschaffen.

Anders als in der Gesundheitsministerkonferenz beschlossen, sei mit der aktuellen Neufassung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) eine tägliche Testpflicht unabhängig vom Immunitätsstatus nicht nur für Pflegeeinrichtungen, sondern auch für Arztpraxen eingeführt worden. Dies mache es schier unmöglich, die ambulante Sicherstellung aufrecht zu erhalten und gleichzeitig – wie von der Politik gewünscht – die Booster-Impfungen maßgeblich voranzubringen.

Der KVNO-Vorstand forderte außerdem Laumann als verantwortlichen Minister in NRW dazu auf, ein Moratorium der verschärften 3G-Regelungen für die Praxen zu erwirken. In anderen Bundesländern wie z.B. Niedersachsen oder in der Hansestadt Hamburg ist dies auf Betreiben des Landes bzw. der Hamburger Senatoren bereits so geschehen.

 

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