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Kurzfristig Rückkehr der kostenlosen Bürgertests: Apotheken bereit – auch zu Covid-Impfungen

Kurzfristig Rückkehr der kostenlosen Bürgertests: Apotheken bereit – auch zu Covid-Impfungen

Corona-Test - Symbolbild, c/o S. Rinke

Covid-Schnelltests soll es kurzfristig wieder für alle Bürger kostenlos geben. Schon ab Samstag, 13. November, haben demnach alle Bürgerinnen und Bürger wieder Anspruch auf einen kostenlosen Bürgertest pro Woche. Das bestätigten nach Ankündigung des Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) heute für NRW die WDR-Nachrichten.

Die Apotheken stehen bereit.

„Unsere Infrastruktur steht: Jetzt zahlt es sich aus, dass ein Großteil der Apotheken ihr Angebot nie ganz eingestellt, sondern trotz stark gesunkener Nachfrage im Interesse der Patienten aufrechterhalten hat“, sagt Thomas Rochell, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe (AVWL). „Allerdings müssen wir nun unsere Kapazitäten erst wieder hochfahren und Mitarbeiter für die Testungen akquirieren.“

Annähernd zwei Drittel der Test-Apotheken haben diese Dienstleistung auch weiter angeboten, nachdem die CovidSchnelltests vorübergehend für die meisten Bürger nicht mehr kostenfrei durchgeführt werden konnten, allerdings mussten sie das Angebot deutlich einschränken. Das zeigt eine Umfrage des Unternehmens Vertical Life, das die Schnelltest-Software No-Q entwickelt hat.

Um die vierte Welle zu brechen, sei es dringend erforderlich, den Winter über allen Bürgern Testangebote zu machen, auch um etwaige Impfdurchbrüche zu erkennen, sagt Thomas Rochell. Jedoch sei bereits im Sommer absehbar gewesen, dass man weiter Bürgertests benötige, wenn die Impfquote nicht deutlich über 80 Prozent liege.

Die Entscheidung der Politik, die kostenlosen Tests ausgerechnet zum Herbst einzustellen, sei ein Fehler gewesen, der nun korrigiert werden müsse. Um den Menschen Sicherheit zu geben und einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten, würden die Apotheken ihre Testangebote der Nachfrage entsprechend wieder erhöhen, so Rochell, auch wenn die vergangenen eineinhalb Corona-Jahre bereits sehr kräftezehrend gewesen seien und die derzeit starke Welle von Erkältungskrankheiten die Teams enorm fordere.

Nahezu 90 Prozent der Apotheker sind innerlich darauf vorbereitet, dass in der Pandemie weitere wichtige Aufgaben zu deren Bewältigung auf sie zukommen. Auch das belegt die bundesweite Umfrage von Vertical Life unter 438 Teilnehmern. Zwei Drittel der Apotheker sind grundsätzlich bereit, auch Covid-Impfungen durchzuführen.

„Wenn COVID-Impfungen künftig niedrigschwelliger durchgeführt werden sollen, zum Beispiel wegen zu geringer Impfquoten, dann bietet sich die Apotheke vor Ort ideal an“,

so Thomas Rochell. „Wir stehen grundsätzlich bereit, falls die Politik dies wünscht.“

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