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IHK-Wirtschaftsgespräch: Lockerung der Coronaregeln lässt Betriebe hoffen – Bönen punktet mit Standortvorteilen

IHK-Wirtschaftsgespräch: Lockerung der Coronaregeln lässt Betriebe hoffen – Bönen punktet mit Standortvorteilen

Beim IHK-Wirtschaftsgespräch in Bönen - im Hintergrund der Förderturm. Foto IHK zu Dortmund

Die Gemeinde Bönen überzeugt – mit gutem Standort und guten Ausbildungsbetrieben. Das ist das Fazit des jüngsten IHK-Wirtschaftsgesprächs für die zweitkleinste Kommune des Kreises Unna. Und die Coronaregellockerungen lassen die Betriebe hoffen. Das gilt für die gesamte Region.

Das traditionelle Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund mit Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung fand am 28. Oktober, im Förderturm Bönen unter Einhaltung der 3-G-Regeln statt. Die rund 40 Gäste mussten also belegen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Außerdem wurde die Veranstaltung per Livestream im Internet unter www.dortmund.ihk24.de/boenen übertragen. Der Mitschnitt steht weiterhin online zur Verfügung.

Das Wirtschaftsgespräch eröffnete IHK-Vizepräsident Christian Zurbrüggen, geschäftsführender Gesellschafter der Zurbrüggen Dienstleistungs-Zentrum GmbH & Co. KG., und warf dabei einen Blick auf die am Dienstag veröffentlichten Ergebnisse der Konjunkturumfrage der IHK zu Dortmund:

„Sie stimmen mich optimistisch. Sie zeigen, dass sich die Wirtschaft im Westfälischen Ruhrgebiet größtenteils von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt hat.“ So hat sich insgesamt die Stimmung in der IHK-Region gegenüber der vorherigen Umfrage zum Jahresbeginn spürbar aufgehellt. Auch wenn nicht alle Branchen gleichermaßen über den Berg sind. Die Geschäfte laufen mehrheitlich wieder gut oder zumindest befriedigend. Der Anteil der Betriebe, die von schlechten Geschäften berichten, ist seit dem Jahresbeginn von gut 20 Prozent auf aktuell 8 Prozent zurückgegangen.

Angesichts der Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen haben die meisten Unternehmen offenbar wieder Mut und Zuversicht geschöpft.

Dazu passt die steigende Investitionsbereitschaft: Fast jedes dritte befragte Unternehmen (29 Prozent) plant höhere Ausgaben am heimischen Standort, größtenteils in Ersatzbeschaffungen (70 Prozent).

„Doch die Kombination aus Lieferengpässen und steigenden Preisen sowie der Fachkräftemangel drosseln den Konjunkturmotor und sorgen dafür, dass die Wirtschaft nicht mit voller Drehzahl fahren kann“, 

heißt es warnend im Bericht der IHK.

Neben dem schon länger bekannten Fachkräftemangel werden dabei erstmals die steigenden Energie- und Rohstoffpreise von den Unternehmen in der IHK-Region als größtes Geschäftsrisiko eingeschätzt. Fast 50 Prozent der Unternehmen sehen dadurch die zukünftige Entwicklung ihres Unternehmens gefährdet. Beim Fachkräftemangel sind es 55 Prozent.

Inglogparc sorgt für Wachstum in Bönen

Im Anschluss referierte Dirk Carbow, Fachbereichsleiter, Allgemeiner Vertreter und Gemeindekämmerer, über aktuelle Entwicklungen in Bönen. Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, berichtete über aktuelle Themen aus der IHK-Arbeit.

Zufrieden konnte Schreiber feststellen, dass sich die Zahl der IHK-zugehörigen Unternehmen in Bönen vom 1. Januar 2020 bis zum 1. Januar 2021 positiv entwickelt hat und von 799 auf 820 gestiegen ist – ein Plus von 2,6 Prozent. Außerdem hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im gleichen Zeitraum um 0,2 Prozent auf 8.097 erhöht.

„Seit 2010 hat dieser Wert um stattliche 36,5 Prozent zugelegt und übertrifft sogar den Zuwachs von 22,5 Prozent in unserem IHK-Bezirk sowie den deutschlandweiten (+19,1 Prozent) und den in Nordrhein-Westfalen (+18,3 Prozent)“, betonte Schreiber.

Begründet sei dieser rasante Anstieg unter anderem durch den INLOGPARC, dass die Gemeinde über einen eigenen Autobahnanschluss an die A2 und eine direkte Anbindung an das Kamener Kreuz verfügt sowie die Entwicklung einer Umschlagsachse mit einem eigenen Containerterminal. „Alles Standortvorteile, die wir alle hier sicher sehr zu schätzen wissen.“

Ein weiterer Pluspunkt Bönens ist das Thema Ausbildung: Mit fast 27 Prozent hat die Gemeinde die höchste Steigerungsrate an neu eingetragenen Ausbildungsplätzen im September im Vergleich zum Vorjahr des gesamten IHK-Bezirks mit den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna vorzuweisen. „Mit 128 wurde sogar der Vor-Corona-Wert von 117 übertroffen“, freute sich Schreiber. Erst vor wenigen Wochen hat IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann im Signal Iduna Park 214 junge Menschen aus Dortmund, Hamm und aus dem gesamten Kreis Unna ausgezeichnet, die ihre Abschlussprüfung mit Sehr gut bestanden haben. Darunter waren auch zwei Prüflinge aus Bönen und weitere sechs, die bei Böner Unternehmen gelernt haben. „Daher auch an dieser Stelle meinen herzlichen Glückwunsch und ein großes Dankeschön an alle ausbildenden Unternehmen“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Quelle: Pressemitteilung IHK zu Dortmund

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