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Großprojekt Wasserstadt: Weg frei für Adensee Bergkamen – Baustart im Spätsommer 2023

Großprojekt Wasserstadt: Weg frei für Adensee Bergkamen – Baustart im Spätsommer 2023

Der Panorama-Kai wird wie eine Halbinsel von Wasser umgeben sein. Er bildet das Bindeglied zwischen dem Adensee und dem Datteln-Hamm-Kanal. (Grafik: DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG)

Gute Nachrichten verkündet das Bergkamener Rathaus: Die 1. Änderung der wasserrechtlichen Genehmigung des Adensees wurde durch die Bezirksregierung Arnsberg genehmigt.

Konkret heißt das: Der Bau des Adensees kann jetzt ausgeschrieben werden. Derzeit wird die Ausschreibung im Rathaus Bergkamen vorbereitet, Anfang 2023 soll sie EU-weit erfolgen.

„Baubeginn könnte dann im Spätsommer 2023 sein. Die Bauzeit bis zur Füllung des Adensees wird auf knapp 2 Jahre geschätzt“,

Während dieser Zeit beginnen auch die Erschließungsmaßnahmen. Damit kann die Stadt ihren Zeitplan zur Veräußerung der Grundstücke ab 2024 einhalten.

Der Adensee – mit 7,5 Hektar Fläche mit einer Ausdehnung von 840 mal 80 Metern – ist das Herzstück der Wasserstadt Haus Aden. Um den See herum gruppieren sich 300 Wohneinheiten, Restaurants, Cafés, Freizeiteinrichtungen (Fitness, Bowling) und auch ein Hotel, auf der Südseite Büros und Gewerbe. Am Übergang zum Kanal im bisherigen Wendebecken sollen Boote anlegen können.

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Gegenstand der 1. Änderung ist im Wesentlichen der Verzicht auf das elektrische Sperrtor zwischen Datteln-Hamm-Kanal und Adensee. Im Normalbetrieb ist eine Schließung der Einfahrt zum Adensee nicht erforderlich. Für mögliche Havarien hatte die Wasser- und Schifffahrtsdirektion allerdings eine Sperrvorrichtung gefordert. Dazu sollte zunächst ein elektrisches Schiebetor eingesetzt werden.

Im weiteren Planverfahren haben sich die Verantwortlichen im Rathaus gemeinsam mit den beratenden Büros immer wieder neuen Herausforderungen gestellt. Innovationen sind gefragt. Auch die Kostenseite sowohl bei den Investitionen als auch bei der späteren Unterhaltung wird ständig neu bewertet. So konnte durch das zuständige Planungsbüro DAHLEM aus Essen in Abstimmung mit der Bundesanstalt für Wasserbau in Karlsruhe eine wesentlich einfachere Lösung als Absperrung entwickelt werden.

Vorgesehen ist nunmehr ein Verschluss des Adensees durch örtlich gelagerte Dammbalken, wie sie auch bei Schleusen üblich sind. Diese Dammbalken werden mittels eines Mobilkrans im Bedarfsfall eingesetzt. Um Kosten zu sparen, sollen auf dem Markt übliche Formate gewählt werden. Die Zufahrt zum Adensee wird daher auf dieses Maß von 12,50 m angepasst.

Mit dieser Lösung können Investitionskosten in 6-stelliger Höhe eingespart werden. Auch die Unterhaltungskosten werden geringer sein, da die dauerhafte Wartung nicht so aufwändig ist wie bei einer elektrisch betriebenen Sperrvorrichtung.

„Ich freue mich, dass die zuständigen Behörden diesen Weg positiv begleitet und die nun vorliegende Genehmigung der Oberen Wasserbehörde ermöglicht haben“, sagt der Beigeordnete und Stadtkämmerer Marc Alexander Ulrich. „Ohne Qualitätsverlust kann jetzt eine Standardlösung eingesetzt werden, die insbesondere bei der späteren Unterhaltung deutliche Vorteile hat.“

Quelle: Pressemitteilung Stadt Bergkamen

Das Großprojekt Wasserstadt Haus Aden – Das ist geplant:

Das Herzstück bildet ein See – der Adensee – mit 7,5 Hektar Fläche mit einer Ausdehnung von 840 mal 80 Metern.

Darum herum gruppieren sich 300 Wohneinheiten, Restaurants, Cafés, Freizeiteinrichtungen (Fitness, Bowling) und auch ein Hotel, auf der Südseite Büros und Gewerbe. Am Übergang zum Kanal im bisherigen Wendebecken sollen Boote anlegen können.

Eine zweite Marina für Bergkamen? Jedenfalls sind Ähnlichkeiten zwischen dem Hafengelände in Rünthe und dem ambitionierten 53-Millionen-Projekt „Wasserstadt Haus Aden“ durchaus vorhanden.

Marina-Hafen Ende September 2020. (Foto RB)

In der Marina tut sich momentan leider eine unübersehbare Zahl an Leerständen auf. Auf der Facebookseite von Altbürgermeister Roland Schäfer, der die Planungsfortschritte der Wasserstadt am Freitag thematisierte, stelle ein Leser die kritische Frage, ob sich mit dem Großprojekt in Oberaden nicht noch eine zusätzliche Konkurrenz zur Marina auftue.

„Nein“, versicherte Schäfer darauf, „die Marina ist im Schwerpunkt ein Sportboothafen mit umfangreicher Bootsinfrastruktur, plus Gewerbe, Freizeit und etwas Wohnungen. Die Wasserstadt wird einen anderen Schwerpunkt haben.“

Aufnahme der Großbaustelle am 22. 11. 2020 / Webcam, Quelle DSK

Auf dem 55 Hektar großen Gelände der ehemaligen Zeche Haus Aden in Oberaden soll direkt am Datteln-Hamm-Kanal eine moderne Wasserstadt entstehen.

„Das Projekt ist das größte stadtentwicklungspolitische Vorhaben in Bergkamen, dem Kreis Unna und eines der größten in der Metropole Ruhr. Die Region soll um ein neues Stadtquartier bereichert werden, in dem Wasser die Hauptrolle spielt“, erklärt die DSK Stadtentwicklung das Mammutprojekt auf ihrer Homepage.

Mit diesem Großprojekt gelinge Bergkamen etwas deutschlandweit Einmaliges: „Von der Wasserstadt Aden kann man in der Zukunft über den Datteln-Hamm-Kanal zur Nordsee und der Ostsee und sogar in das Schwarze Meer gelangen.“

Die Wasserstadt Aden wird aus Bundes- und Landesmitteln gefördert.

Aufnahme der Großbaustelle am 22. 11. 2020 / Webcam, Quelle DSK

Es wird ein breites Spektrum an Wohnformen mit unterschiedlichen Grundstücksgrößen angeboten:

„… für den Bootsbesitzer, der einen eigenen Steg haben möchte, als auch für den Freiberufler, der Wohnen und Arbeiten in einem Objekt unterbringen möchte…“

Entsprechend richtet sich die Vermarktung sowohl an Investoren und Bauträger als auch an private Einzelbauherren. Für die erste Zielgruppe wird frühzeitig ein Architekten- und Investorenwettbewerb durchgeführt.

  • Beginn: 2013
  • Geplanter Abschluss: 2026
  • Größe: ca. 55 ha
  • Gesamtvolumen: 53,0 Mio. Euro

Für die Wasserstadt Aden ist eine Projektlaufzeit inklusive Vermarktung der Grundstücke bis ca. 2026 kalkuliert.

 

 

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