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„Bitte gehen Sie“ – Falsche Handwerker denken nicht daran und plündern Seniorinnen aus

„Bitte gehen Sie“ – Falsche Handwerker denken nicht daran und plündern Seniorinnen aus

Symbolfoto / A. Reichert

Sie müssten als Handwerker die Heizungen kontrollieren, behaupteten zwei Kriminelle, die sich am Freitagvormittag (22. Oktober) mit dieser Masche Zugang zu einer Wohnung im Dortmunder Kreuzviertel verschafften.

Dort entwendeten sie Bargeld und flüchteten anschließend. Die Polizei sucht Zeugen und warnt!

Es war gegen 10 Uhr, als die Täter an der Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus an der Harnackstraße klingelten. Sie gaben sich als Heizungsfachleute aus und wollten die Heizkörper überprüfen.

Eine 79-jährige Bewohnerin überrumpelten sie und begaben sich in die Zimmer der Wohnung, um an den Heizungen zu hantieren. Die 79-Jährige forderten sie derweil auf, das Wasser aufzudrehen.

Als diese gemeinsam mit einer weiteren Bewohnerin (85) Verdacht schöpfte und die Männer bat, die Wohnung zu verlassen, hielt einer der Täter die Frauen fest – und der andere durchsuchte weiter die Wohnung.

Anschließend flüchteten die Unbekannten.

Die Seniorinnen mussten ihrerseits feststellen, dass die vermeintlichen Handwerker aus der Wohnung Bargeld entwendet hatten.

Die Täter werden wie folgt beschrieben: beide ca. 40 bis 45 Jahre alt, von kräftiger Statur und 180 bis 185 cm groß, beide sprachen akzentfreies Deutsch. Einer trug vermutlich Jeans und eine graue Steppjacke oder -weste, der andere Jeans, eine dunkle Jacke mit roten Applikationen an den Taschen sowie Handschuhe.

Hinweise gehen bitte an den Kriminaldauerdienst unter Tel. 0231/132-7441.

Immer wieder gelingt es Betrügern an das Ersparte gerade älterer Menschen zu gelangen und sie mit ihren Taten nachhaltig zu verunsichern. Die Polizei will dies verhindern und rät daher:

- Es ist Ihr gutes Recht fremde Menschen nicht in Ihre Wohnung
oder Ihr Haus zu lassen, wenn diese sich nicht angekündigt haben oder
von Ihnen eingeladen wurden!
- Lassen Sie daher bei Fremden an der Tür - egal welches Anliegen
sie haben - immer Misstrauen walten! Sei es ein Handwerker, den Sie
oder gegebenenfalls Ihr Vermieter nicht angefordert haben, eine
fremde Person, die um Hilfe bittet, aber dafür unbedingt Ihre Wohnung
betreten möchte (zum Beispiel um eine Nachricht für den Nachbarn zu
hinterlassen), oder ein Vertreter einer Behörde, den Sie nicht
erwarten.
- Sollten Sie auch nur leise Zweifel an der Echtheit des Anliegens
haben, lassen Sie diese Person nicht in Ihre Wohnung! Ziehen Sie im
Zweifel Nachbarn hinzu oder rufen Sie direkt die Polizei an unter
110. Oder fragen Sie nach der Erreichbarkeit der Firma, für die der
Besucher oder die Besucherin zu arbeiten vorgibt.
- Wird ein Besucher zudringlich, wehren Sie sich energisch,
sprechen Sie ihn laut an und rufen Sie um Hilfe.
- Die meisten Opfer dieser Maschen sind Seniorinnen und Senioren.
Angehörige oder andere Vertraute sollten mit ihnen über die Arbeit
der Täter sprechen und "Abwehrstärke" erzeugen. Denn das resolute
Auftreten gegen Trickbetrüger ist am Telefon oder an der Haustür
nicht unfreundlich.

Sie möchten mehr wissen über den Schutz gegen Kriminelle und ihre Maschen? Dann notieren Sie sich den 4. November, 17 Uhr! An diesem Termin laden unsere Präventions-Experten Markus Schettke und Indra Naskar zu ihrem zweiten monatlichen Zoom-Vortrag rund um das Thema Sicherheit ein. Anmeldungen nehmen Sie per E-Mail an vorbeugung.dortmund@polizei.nrw.de oder telefonisch unter Tel. 0231/132-7441 (montags bis freitags, 9 bis 15 Uhr) entgegen.

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