Der Hauptverdächtige, ein 16 Jahre alter Syrer, sitzt wie berichtet in Untersuchungshaft. Die Suche nach den Mittätern nach den tödlichen Schüssen auf einen Besucher der Lüdenscheider Steinert-Kirmes läuft jedoch auf Hochtouren weiter.
In einer gemeinsamen Presseerklärung teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Hagen am Donnerstag, 2. 6., mit:
„Am Mittwoch, 01.06.2022, führten Staatsanwaltschaft und Polizei im Rahmen des Tötungsdeliktes auf der Lüdenscheider Kirmes Ermittlungsmaßnahmen in Lüdenscheid durch.
Dabei wurden Mantrailing-Hunde eingesetzt.
Aufgrund aufgenommener Geruchsspuren mussten Teile der Autobahn A45 und A46 für die Suchmaßnahmen nacheinander abgesperrt werden.
Die Ermittlungen der Mordkommission, bei denen die Gebrauchshunde auch weiterhin eingesetzt werden, dauern an.“
Ein 40-Jähriger Kirmesbesucher war tödlich von einem Schuss getroffen worden, als am vorletzten Samstag, dem Eröffnungstag der Steinert-Kirmes, ein Jugendlicher aus Lüdenscheid mit einer Gruppe augenscheinlich südländischer junger Männer aneinander geriet.
Das aus dem Sudan stammende Opfer war ein an dem Streit völlig unbeteiligter Kirmesbesucher. Er starb, kurz nachdem er getroffen wurde, an inneren Blutungen.
Der erst 16 Jahre alte mutmaßliche Todesschütze wurde wenige Tage nach der Bluttat verhaftet. Er muss sich wegen vorsätzlichen Totschlags verantworten.

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