Drei unterschiedliche Kriminalfälle beschäftigen derzeit die Polizei in Menden. Ob gewaltsamer Überfall auf offener Straße, eiskalter Schockanruf oder digitaler Betrug über Social Media: Die Täter nutzten ganz verschiedene Maschen.
Den Auftakt bildete ein Raub in Oberrödinghausen.
Ein 71-jähriger Mann war am Sonntagmorgen gegen 10:00 Uhr an der Hönnetalstraße unterwegs, als ihn ein Unbekannter von hinten unvermittelt auf den Kopf schlug. Der Senior stürzte zu Boden und zog sich Verletzungen zu, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Der Täter entkam mit dem Portemonnaie.
Er wird auf 30 bis 35 Jahre geschätzt, hat eine stämmige Statur, eine dunkle Hautfarbe und trug schwarze Kleidung, weiße Schuhe, eine Kappe sowie Ohrringe. Die Polizei nimmt Hinweise unter der Rufnummer 02373 909-90 entgegen.
Fünfstellige Summe bei Schockanruf erbeutet
Eiskalt ausgenutzt wurde das Mitgefühl einer 85-Jährigen in Menden. Eine Betrügerin rief die Seniorin am Freitag mit weinerlicher Stimme an und gab sich als angebliche Tochter aus. Sie erzählte von einem schweren Verkehrsunfall, bei dem sie angeblich ein Kind überfahren habe.
Um eine drohende Inhaftierung abzuwenden, müsse umgehend eine Kaution hinterlegt werden. Kurze Zeit später erschien ein Abholer an der Wohnanschrift der Seniorin und nahm eine fünfstellige Summe Bargeld entgegen. Einen echten Unfall hatte es nie gegeben. Die Kriminalpolizei ermittelt und warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche.
Falsche Wahrsagerin auf TikTok zockt monatelang 39-Jährige ab
Ebenfalls Anzeige erstattete eine 39-jährige Mendenerin, die im Netz auf eine angebliche Wahrsagerin hereingefallen ist. Über die Plattform TikTok war der Kontakt entstanden, woraufhin zahlreiche Versprechungen gemacht wurden. Nach dem Austausch von Handynummern flossen über mehrere Monate hinweg Geldbeträge.
Die versprochenen Erfolge und Wendungen blieben im echten Leben jedoch aus, weshalb die Frau nun Anzeige wegen Betruges erstattete. Auch in diesem Fall rät die Polizei zur Vorsicht im Umgang mit vermeintlichen Dienstleistern im Internet.
Quelle: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis

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