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Liebe vorgegaukelt – Frau aus Hamm wird 20.000 Euro an „amerikanischen Musiker“ los

Liebe vorgegaukelt – Frau aus Hamm wird 20.000 Euro an „amerikanischen Musiker“ los

(Foto: KI-generiert)

Ein angeblicher amerikanischer Musiker hat eine 56-jährige Frau aus Hamm mit der sogenannten Love Scamming-Masche um rund 20.000 Euro betrogen.

Im September 2023 nahm der „Musiker“ über TikTok Kontakt mit der Frau auf. Anschließend wechselten sie zügig zu einem Messengerdienst. Von Anfang an forderte er unter unterschiedlichen Vorwänden Zahlungen in Form von Apple-Guthabenkarten.

Und die 56-Jährige, im Glauben, der Unbekannte liebte sie, überwies. Am Ende zahlte sie 20.000 Euro an den Unbekannten. Das Geld wird sie wahrscheinlich nie wiedersehen.

Der Fall erinnert an einen ganz ähnlichen Betrug, über den vor einigen Wochen die Polizei des Märkischen Kreises berichtete:

Eine 36-Jährige aus dem MK überwies wie die Frau aus Hamm eine fünfstellige Summe an einen vermeintlichen Pop-Sänger, mit dem sie bei Facebook geschrieben hatte. „Der Mann chattete über drei Jahre mit ihr und gab sich als Musikgröße aus“, berichtet ein Polizeisprecher. „Über andere Messengerdienste bekundete er seine „Liebe“ zu ihr und bat immer wieder um Geld.“

In dem Glauben, einen Star für sich gewonnen zu haben, überwies die Sauerländerin immer wieder dreistellige Beträge an den Unbekanten. Nun fiel der Schwindel auf. Die Kripo ermittelt in der Angelegenheit. Sie warnt eindringlich vor Betrügern, die sich als vermeintliche Promis ausgeben, um an Geld zu kommen. Die 36-Jährige wird ihr Geld wohl nie wiedersehen.

Die Polizei Hamm warnt in diesem Zusammenhang ein weiteres Mal eindringlich:

Beim Love Scamming nehmen die Täter meist über soziale Netzwerke Kontakt zu alleinstehenden Personen auf und versuchen, eine meist romantische Beziehung aufzubauen. Ziel dieser Betrüger ist es, durch das Vorgaukeln starker Gefühle das Gegenüber emotional so zu beeinflussen, dass es finanzielle Zuwendungen überträgt. Sobald der Betrug auffällt oder keine Zahlungen mehr erfolgen, wird der Kontakt abgebrochen. Die Täter agieren dabei in den meisten Fällen aus dem Ausland.

Die Polizei rät grundsätzlich, keinem Menschen, den man nicht persönlich kennengelernt oder gesehen hat, Geld zu überweisen oder auf sonstige Forderungen einzugehen. Gerade im Internet nutzen Betrüger die Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen aus. Wenn online Geld von Ihnen gefordert wird, bleiben Sie misstrauisch und hinterfragen Sie die Forderung kritisch. Vertrauen Sie sich Familienangehörigen oder Freunden an und wenden Sie sich im Zweifel an die Polizei.

Sollten Sie Opfer eines solchen Betrugs geworden sein, empfiehlt die Polizei, alle Chatverläufe, E-Mails und dergleichen zu sichern und Strafanzeige zu erstatten.

Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/.

Quelle Polizei Hamm

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