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NRW: 13-jährige mutmaßliche Islamistin verletzt Betreuerin lebensgefährlich

NRW: 13-jährige mutmaßliche Islamistin verletzt Betreuerin lebensgefährlich

In einer psychiatrischen Klinik in Paderborn hat eine 13-jährige Patientin eine Betreuerin mit einem spitzen Gegenstand angegriffen und lebensgefährlich verletzt.

Das teilten die Polizei in Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Paderborn am Samstagabend, 16. 8., gemeinsam mit.

Eine Mordkommission der Polizei Bielefeld hat die Ermittlungen aufgenommen. Strafprozessuale Maßnahmen, wie zum Beispiel Untersuchungshaft, kommen aufgrund des Alters nicht in Betracht, heißt es in der Mitteilung vom Samstagabend.

Gegen 11:50 Uhr soll die 13-Jährige in der Klinik, wo sie sich derzeit aufgrund eines Unterbringungsbeschlusses in stationärer Behandlung befindet, die 24-jährige Betreuerin mit einem spitzen Gegenstand angegriffen haben. Die Tat soll sich während des Kochens in der Küche ereignet haben.

Das lebensgefährlich verletzte Opfer wurde nach der Erstversorgung vor Ort zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Die 13-Jährige kam ins polizeiliche Gewahrsam.

Für die 13-Jährige bestand aufgrund einer nicht auszuschließenden Fremdgefährdung eine Überwachung rund um die Uhr. In den Räumen der Klinik wird dies durch einen Sicherheitsdienst im Verantwortungsbereich des Klinikträgers durchgeführt.

Außerhalb der Räumlichkeiten wurden durch die Polizei Kräfte vorgehalten, um im Falle eines Fluchtversuches eingreifen zu können. Das Motiv der Tatverdächtigen, über deren Bewachung im Kreis Paderborn bereits medial berichtet wurde, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

„Ob eine politische Motivation vorlag, ist Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen“, hieß es in der Erstmeldung.

Die Polizei hatte die Einrichtung allerdings erst unlängst vor genau einer solchen Tat gewarnt, hieß es in Medienberichten. Demnach handelt es sich bei dem Mädchen um eine Islamistin.

Sicherheitsbehörden werfen ihr vor, einen Anschlag zu planen. Laut „Spiegel“ hatte sie gegenüber Kontaktpersonen angekündigt,  angegeben, einen Menschen vor ihrem 14. Geburtstag im Herbst töten zu wollen – denn dann wird sie strafmündig.

Wie nun bekannt wurde, hatte die Polizei die Klinik erst wenige Tage vor der lebensbedrohlichen Attacke vor einer solchen Tat gewarnt. Die Klinik habe aber an ihrem Vorgehen festgehalten.

Bei einem Fluchtversuch aus der Wohnung im Juli hatte die Jugendliche unter anderem einen Polizisten verletzt und war deshalb in die geschlossene Psychiatrie gekommen.

Quellen: Polizei Bielefeld, ntv

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