Was geschieht mit dem Albert-Schweitzer-Haus in Bergkamen-Weddinghofen und dem weitläufigen Grundstück?
Diese Frage treibt die Bewohner des Bergkamener Stadtteils um. Einige sehen in dem Areal die letzte Möglichkeit, wieder einen dringend ersehnten Lebensmittelmarkt im Stadtteil anzusiedeln.
Weddinghofen ist mit ca. 10.800 Einwohnern in etwa so groß wie der zweitgrößte Stadtteil der Kreisstadt Unna, Massen.
Auch eine Bürgerversammlung Mitte voriger Woche mit dem zuständigen Beigeordneten Jens Toschläger, früherer Technischer Beigeordneter der Stadt Unna, brachte keine neuen Erkenntnisse.
Der Verkehrswert des 10.000 qm großen Grundstücks wird vom Gutachterausschuss des Kreises mit rund 1,8 Mio. Euro angegeben, ein Abriss kostet laut Stadt rund 460 .000 Euro. Laut Toschläger würde eine Sanierung teurer als Abriss und Neubau zusammen, da die Gebäudesubstanz nicht mehr den heutigen Anforderungen entspreche.
Der Rat habe zu entscheiden, was mit dem Grundstück geschehen soll. Das soll, so Jens Toschläger, „nicht am Bürger vorbei“ geschehen.
Behält die Stadt das Grundstück, wären Nutzungen wie Kita, Gemeinschaftshaus etc. denkbar. Verkauft sie es an einen Investor, muss verhindert werden, dass am Ende eine weitere Bergkamener Brache entsteht.
Toschläger versicherte in der Versammlung aber:
„Da lege ich meine Hand für ins Feuer, ohne Vertrag kein Abriss.“
Ein Leser des Ausblicks, der in Weddinghofen wohnt, fragte selbst bei der Stadtverwaltung nach und bekam folgende Antwort:
„Es gibt bislang keinen konkreten Plan, was mit dem Albert-Schweitzer-Haus und dem Grundstück geschehen soll. Außer Frage steht, dass der Investitionsbedarf zur Weiterführung des Gebäudes enorm ist.
Die Stadt Bergkamen prüft daher aktuell ergebnisoffen verschiedenste Möglichkeiten.
Neben einer Sanierung kommen beispielsweise auch ein Abriss mit anschließendem Neubau oder ein Verkauf des städtischen Grundstücks in Frage.
Alle Überlegungen stehen noch ganz am Anfang, sodass noch keine Tendenz für eine Entscheidung ersichtlich ist. Zunächst müssen die Kosten für die verschiedenen Varianten ermittelt sowie die Vor- und Nachteile abgewogen werden.“
Groß ist in Weddinghofen der Bedarf nach einem Lebensmittelmarkt, nachdem eine Ansiedlung von Netto zuletzt gescheitert war.








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