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Fröndenberg: Autofahrer erzwingt sich im Einschulungstrubel rücksichtslos die Vorfahrt

Fröndenberg: Autofahrer erzwingt sich im Einschulungstrubel rücksichtslos die Vorfahrt

Einschulung, erster Schultag für Hunderte aufgeregte i-Dötzchen am heutigen Dienstagmorgen, 8.  August, auch in Fröndenberg.

Schon seit über einer Woche mahnt die Polizei anlässlich des Schulbeginns eindringlich an die besondere Umsicht, Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer.

Das hinderte einen älteren Autofahrer am Vormittag in Fröndenberg nicht daran, sich mitten im Einschulungstrubel auf einer engen, halbseitig zugeparkten Straße rücksichtslos die Vorfahrt zu erzwingen – indem er an der Reihe geparkter Autos an seiner Seite vorbeizog und den entgegenkommenden Verkehr auf dessen Spur kurzerhand blockierte.

Die Autofahrerin, die es als vorderste in der Reihe mit diesem egoistischen Gegenüber zu tun bekam, schildert den Vorfall äußerst aufgebracht und erzürnt.

„Wie kann man sich derart rücksichtslos verhalten und seinen Ego-Trip ausleben – ausgerechnet noch, wenn gerade die ganze Straße gerade voller Kinder ist?!“

Der Zwischenfall passierte am Vormittag gegen 9.40 Uhr auf der Hassleistraße, ca. 100 Meter hinter der Einmündung Bereich Freiheitstraße/von Tirpitz-Straße.

Aufgrund des Einschulungsgottesdienstes in der nahen Kirche waren die Straßen dicht beparkt, so auch die ohnehin schmale Hassleistraße.

Dort entlang wanderten die Familien mit ihren i-Dötzchen nach dem Ende des Gottesdienstes in Richtung Eulenstraße, um an der Ampelkreuzung auf die andere Straßenseite zu wechseln und zu ihrer Grundschule weiterzuziehen.

Die folgende Schilderung gab die Kleinwagenfahrerin am heutigen Nachmittag im Rahmen ihrer Anzeigenerstattung auch an die Polizei weiter.

„Ich fuhr auf der Hassleistraße stadtauswärts in Richtung Eulenstraße, passierte im Schritttempo die Einmündung Freiheitstraße / Klusenweg,  Die Hassleistraße war am Fahrbahnrand der Gegenrichtung fast komplett zugeparkt. In meine Fahrtrichtung war die Straße frei.

Dutzende Kinder und Eltern liefen auf dem schmalen Gehweg entgegen die Richtung der geparkten Autos von der Kirche in Richtung Grundschule.

Während ich im Schritttempo durch die Engstelle fuhr, folgten mir mit einigem Abstand zwei oder drei weitere Fahrzeuge.

Auf einmal sah ich, wie ein entgegenkommender Fahrer an der langen Reihe der auf seiner Spur geparkten Autos vorbeizog und so weit auf mich zufuhr, bis ich abbremste und er nur knapp einen Meter vor mir ebenfalls stehen blieb.

Sodann vollzog dieser Fahrer, ein weißhaariger älterer Mann mit Schnauzbart, herrische Handbewegungen nach dem Motto, ich und die Fahrer hinter mir sollten aber jetzt mal pronto zurückfahren.

Mir hat diese Frechheit die Sprache verschlagen.

Als ich merkte, dass dieser sture Herr tatsächlich keinen Meter zurückfahren würde, stellte ich den Motor ab, stieg aus, ging zur Fahrerseite und bedeutete dem Mann mit Handzeichen, er solle das Fenster herunterkurbeln.

Denn ich wollte ihm klarmachen, dass er selbst in diesem Moment noch ohne Probleme hätte rückwärts setzen und in eine Einfahrt einscheren können, um mich und die anderen Autofahrer gefahrlos vorbeizu assen.

Seine Reaktion: Null. Er starrte stur geradeaus und reagierte nicht.

Er blieb einfach im Auto sitzen und hätte die Straße wohl noch Stunden blockiert.

Da sich hinter mir inzwischen leichtes Chaos aufbaute und ungeduldiges Hupen zu hören war, zeigte ich also meinem Hintermann an, dass wir alle jetzt zurücksetzen müssten – mit dem Ergebnis, dass in dieser engen Straße mehrere vorfahrtberechtigten Autofahrer kreuz und quer rückwärts rangierten, während hinter und neben ihnen die besagten Eltern- und Kindergruppen des Wegs liefen.

Mich hat dieses komplett rücksichtslose und gefährliche Verhalten derartig aufgebracht, dass ich es auf keinen Fall auf sich beruhen lassen möchte.“

Polizeisprecher Bernd Pentrop unterstreicht anlässlich dieses Falls noch einmal nachdrücklich die Notwendigkeit gegenseitiger Rücksicht. Und er kündigtan:

„Wir werden gerade zum Schuljahresstart im Bereich der Schulen besonders häufig und konsequent kontrollieren und auf die Einhaltung der Regeln achten.“

Ob in dem geschilderten und zur Anzeige gebrachten Fall Nötigung im Straßenverkehr vorliege, müsse sich zeigen.  In jedem Fall bekommt der Fahrer jetzt erst einmal Post von der Polizei.

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