HomeVerkehrMärkischer Kreis

„Lässt man sich in Deutschland alles gefallen?“ Meinerzhagener startet Demo gegen hohe Spritpreise

„Lässt man sich in Deutschland alles gefallen?“ Meinerzhagener startet Demo gegen hohe Spritpreise

(Flyer: Milosevic Milijan)

Die „High Noon“-Regel – nur noch einmal am Tag, mittags um 12 Uhr, dürfen Tankstellen ihre Preise erhöhen – bewirkte das Gegenteil des Erhofften: Benzin und Diesel sind seit dem 1. April weiter teurer geworden. Bis zu 2,75 kostete der Liter Diesel am Abend des Ostersonntags im Märkischen Kreis und dem Kreis Unna.

Einem Pendler aus dem Märkischen Sauerland, der zu seiner Arbeitsstelle 70 Kilometer zu fahren hat, reicht es jetzt. Er startet eine Demo gegen die enormen Spritpreise.

Nachdem ein erster Aufruf für Ende März in den sozialen Medien noch nicht ausreichend Resonanz erbrachte,  hatte jetzt ein zweiter durch einen Bericht des Onlineportals „come-on“ den erhofften Erfolg, bestätigte Milosevic Milijan auf Nachfrage unserer Redaktion .

„Der Termin steht. Samstag, 18. April, ab 15 Uhr an der Stadthalle in Meinerzhagen. Und danach kommt vielleicht Berlin!“

Der Meinerzhagener sieht sich in einer Situation, die viele betrifft. Er pendelt täglich rund 70 Kilometer zu seiner Arbeitsstelle nach Finnentrop im Kreis Olpe. Die stetig weiter steigenden Spritpreise bedeuten für ihn unmittelbar stetig weniger Geld auf dem Konto.

„Ich bin schwer betroffen – wie wohl jeder“, erklärte der 43-Jährige der lokalen Zeitungsredaktion.

Milijan formulierte seinen Protest betont sachlich, verzichtet auf zornige Formulierungen wie auch auf radikales Fordern. Was er will: Mit einer friedlichen Kundgebung Aufmerksamkeit schaffen für eine Entwicklung, die viele als immer stärkere Belastung empfinden.

„Lässt man sich in Deutschland alles gefallen?“

– diese Frage stellt Milijan offen. Er sieht eine irritierende Diskrepanz zwischen gefühlter Belastung und tatsächlicher Reaktion.

So haben europäische Nachbarländer teils unmittelbar auf die steigende Kraftstoffpreise in Folge des Irankriegs reagiert:

  • Frankreich: Staatliche Zuschüsse und Preismaßnahmen sollten soziale Spannungen abfedern.
  • Spanien: Zeitweise Rabatte an Tankstellen und steuerliche Entlastungen.
  • Italien: Vorübergehende Senkung von Verbrauchssteuern auf Kraftstoffe.

Wer sich Milosevic Milijans Demonstration anschließen möchte, kann am übernächsten Samstag zum Kundgebungsort nach Meinerzhagen kommen oder/und sich zuvor mit dem Organisator austauschen. Er ist auf Facebook (HIER) erreichbar.

Kommentare

WORDPRESS: 0