11 Personalien, 1 Haftbefehl, 3 Bankkarten und 4 offene Fahndungen.
Diese Zahlenspiel stellten Bundespolizisten am Samstagnachmittag, 7. 2., bei einem 46-jährigen Syrer fest, der gegen 15 Uhr auf Gleis 9 des Aachener Hauptbahnhofes kontrolliert wurde. Zur Kontrolle legte er lediglich einen belgischen Führerschein vor. Weitere Dokumente, die seinen Aufenthalt legitimiert hätten, legte er nicht vor. Somit ergab sich der Verdacht des unerlauten Aufenthalts.
Bei der fahndungsmäßigen Überprüfung stellte sich heraus, dass der Mann mit sage und schreibe 11 – elf – Personalien im System einlag. Zudem spuckte der Computer vier offene Fahndungen aus:
Gegen den Syrer lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Aachen wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz vor. 1200 Euro Geldstrafe oder 20 Tage Haft lautete das Urteil. Drei weitere Fahndungen zur Aufenthaltsermittlung kamen dazu – verschiedene Behörden versuchten, des Mannes postalisch habhaft zu werden.
„Gesucht wurde er im Zusammenhang mit Geldwäsche, besonders schwerer Brandstiftung sowie als Zeuge“,
erläutert ein Polizeisprecher.
Die offene Geldstrafe konnte der 46-Jährige nicht begleichen. „Dies könnte evtl. damit zusammenhängen, dass er zwar im Besitz von drei Bankkarten war, hiervon aber keine auf seine Daten ausgestellt war“, kommentiert der Polizeisprecher trocken.
Die Karten wurden sichergestellt, eine weitere Strafanzeige wegen Unterschlagung wurde gefertigt.
Der Syrer mt den multiplen Personalien wurde nach Abschluss aller Maßnahmen dem Polizeigewahrsam in Aachen überstellt. Im Anschluss wird er ein Fall für die Justiz sowie für die Ausländerbehörde.
Quelle Bundespolizei NRW

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