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Appell für höhere Spritpreise: ADAC-Verkehrschef tritt nach Austrittswelle von 60.000 Mitgliedern zurück

Appell für höhere Spritpreise: ADAC-Verkehrschef tritt nach Austrittswelle von 60.000 Mitgliedern zurück

Die Äußerungen führten zu einer Welle der Empörung: Ausgerechnet der Verkehrspräsident des Autoclubs ADAC  hielt Ende letzten Jahres in einem Zeitungsinterview einen flammenden Appell für höhere Spritpreise. Daraus hat Gerhard Hillebrand heute (2. 2.) seine Konsequenzen gezogen.

Durch seinen Rücktritt übernehme er die Verantwortung für den entstandenen Reputationsschaden, teilte der Verkehrsclub mit. Denn nach Hillebrands Äußerungen hatten rund 60.000 ADAC-Mitglieder ihre Clubmitgliedschaft gekündigt.

Der damalige Verkehrspräsident hatte in dem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung eine höhere CO2-Bepreisung begrüßt und sprach dabei für den Automobilclub: Der ADAC halte die CO2-Steuer „für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen“.

Es benötige Anreize, damit Autofahrer von Diesel und Benzin auf klimafreundlichere Alternativen wie E-Autos umstiegen.

 In einer Pressemitteilung vom Montag, 2. Februar, gab der Club die Personalie wörtlich wie folgt bekannt:

„Gerhard Hillebrand ist von seinem Amt als ADAC Verkehrspräsident zurückgetreten.

Damit zieht Hillebrand die Konsequenz aus Interviewäußerungen, die zum Jahreswechsel zu erheblichen Irritationen bei Mitgliedern sowie zahlreichen Beschwerden und Kündigungen geführt hatten.

Hillebrand bedauert, dass seine Äußerungen Mitglieder verunsichert und verärgert sowie Glaubwürdigkeit gekostet haben.

Mit seinem Schritt übernimmt Hillebrand persönlich Verantwortung für den entstandenen Reputationsschaden. Er sei zu der Überzeugung gekommen, „dass es im Interesse des ADAC und seiner Glaubwürdigkeit richtig ist, daraus persönliche Konsequenzen zu ziehen“, so Hillebrand.

Den Verantwortungsbereich des Verkehrspräsidenten im ADAC Präsidium übernimmt kommissarisch ADAC Technikpräsident Karsten Schulze.“

Quelle ADAC

 

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