Hafen Hamm – der Anker für Innovationen.
„Angesichts internationaler Krisen und unruhiger Zeiten für die Unternehmen möchte die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund mit ihrem traditionellen Wirtschaftsgespräch einen Beitrag dazu leisten, dass sich die regionale Wirtschaft auf ihre Stärken besinnen kann. Der Standort Hamm ist da im wahrsten Sinne des Wortes ein sicherer Hafen.“
Das betonte die IHK zu Dortmund bei ihrem Wirtschaftsgespräch in Hamm.
IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber begrüßte vor den Gästen aus Politik und Wirtschaft ausdrücklich die Pläne zur Errichtung eines 200-Megawatt-Rechenzentrums mit einem Investitionsvolumen von vier Milliarden Euro. Das Vorhaben des US-Investors Blackstone zwischen Hamm und der Gemeinde Lippetal wäre nicht nur eines der größten IT-Infrastrukturprojekte in Deutschland, sondern zugleich eine der derzeit größten Einzelinvestitionen in den Wirtschaftsstandort NRW.
„Wie sich Verwaltungsspitze und Wirtschaftsförderung in Hamm um die vorsorgliche Ausweisung von Wirtschaftsflächen kümmern, ist in NRW und sogar bundesweit vorbildlich. Davon können sich viele andere Kommunen eine Scheibe abschneiden“, lobte Schreiber die „kluge Politik in Hamm“.
- IHK-Wirtschaftsgespräch Hamm am 27. Januar 2026 im Heinrich-von-Kleist-Forum, Gerd-Bucerius-Saal.
- v. l.): Peter Abelmann (Kompetenznetz Logistik.NRW), Marc Herter (Oberbürgermeister Stadt Hamm), Stefan Schreiber (Hauptgeschäftsführer IHK zu Dortmund), Dirk Lange (Geschäftsführer der Jaeckering Gruppe) und Matthias Dröge (Chefredakteur Radio Lippe Welle Hamm).H. R. v. l.: Henriette Lehnert (Hafenchefin), Stefan Peltzer (Regionalbetreuer Hamm der IHK zu Dortmund), Marion Fink (IHK-Vizepräsidentin und Geschäftsführerin der FINKTEC GmbH), Torsten Cremer (IHK-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hamm) und Elena Paulina Otto-Erley (Entwicklungsagentur für nachhaltigen Güterverkehr Hamm).
Oberbürgermeister Marc Herter (SPD) betonte seinerseits die große Bedeutung des geplanten Rechenzentrums als „Auffahrt für die große Datenautobahn“. Mit Blick auf die Digitalisierung sei dieses Bauvorhaben „ein Schritt, der uns ganz weit nach vorne bringen kann“ und für den Wirtschaftsstandort Hamm mindestens so wichtig wie der geplante Multi-Hub-Westfalen am alten Güterbahnhof oder das Kamener Kreuz.
Der Fachkräftemangel ist laut IHK-Umfrage gegenwärtig nicht die größte Herausforderung für die Betriebe in der Region. Top-Risiko sind „wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen“, also Bürokratie oder Zollpolitik. Und die Energiepreise, die in der Pressemitteilung der IHK allerdings ausgespart bleiben.
„Aber wenn die Konjunktur im Laufe des Jahres 2026 hoffentlich anzieht, wird der Fachkräftemangel wieder spürbarer“,
gibt sich der Hauptgeschäftsführer zuversichtlich.
Mit 566 neuen Verträgen im vergangenen Jahr bewegt sich der Ausbildungsmarkt in Hamm auf dem Niveau von 2024. Insgesamt waren sich die Teilnehmer der Talkrunde einig, dass Optimismus in der Wirtschaft gefragt sei.
„Nur Optimismus löst Investitionen aus. Hamm profitiere aktuell von vielen sehr positiven Investitionsnachrichten privater Investoren. Das darf Mut machen.“
Hafenchefin Henriette Lehnert gab Einblicke in die Hafenwelt. Mit einer rund 45 Hektar großen Fläche und einem Schiffsgüterumschlag von knapp 1,8 Millionen Tonnen (2025) hat Hamm einen der größten Kanalhäfen in Deutschland. Bekannte Unternehmen wie etwa Brökelmann, Rhenus, Jäschke und Lanfer haben dort ihren Sitz – oder auch die Jäckering Mühlen- und Nährmittelwerke GmbH, die jährlich 300.000 Tonnen Weizenstärke produziert.
Quelle PM IHK zu Dortmund



Kommentare
Die IHK Hamm ist eine Zweigstelle der IHK Dortmund. Lippetal gehört zum Kreis Soest und gehört zur IHK Arnsberg.
Es mutet seltsam an das der Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber von der IHK Dortmund und der SPD Bürgermeister Marc Herter von Hamm das geplante Blackstone Rechenzentrum in Lippetal als Erfolg für sich aufführen. Es steht in keinerlei Verbindung zur IHK Dortmund oder Hamm.
Vielleicht weil sie sonst nichts als Erfolg aufzuführen haben?
Mit einer Fertigstellung der Anlage wird erst in den 2030er Jahren gerechnet. In trockenen Tüchern ist das Vorhaben noch nicht. Es wird auch nicht sonderlich personalintensiv sein oder den Warenumsatz für den Hammer Hafen fördern. Über welches Land die Steuern bei diesem internationalen Großkonzern eines Tages abgeführt werden ist auch eine Sache für sich. Das geplante Projekt läuft über den Kreis Soest und der IHK Arnsberg.
Alle offiziellen Zahlen, Daten und Fakten sprechen eine eindeutige unbestreitbare Sprache:
Deutschland rast immer mehr in eine langjährige tiefe Wirtschaftskrise rein !
Solange sich die Funktionäre auf solche Veranstaltungen nicht klar und deutlich mit der katastrophalen Regierungspolitik der letzten Jahre auseinandersetzen wird der Trend nicht einmal zumindest verlangsamt.
Dazu sind dort allerdings die Verflechtungen zwischen der IHK und der aktuellen Politik zu eng.
Beruflich habe ich sehr oft den deutlichen Unterschied zwischen der öffentlichen Darstellung und den tatsächlichen Hintergrundgesprächen zwischen ranghohe Wirtschaftsvertreter und Politikfunktionäre erlebt. Hinter den Kulissen wird sicherlich mehr Unruhe herrschen.
In gewisser Weise sehe ich persönlich solche öffentliche gemeinsame Darstellungen einer künstlichen Realität durch Politik und Wirtschaft als Blendwerk für die Bevölkerung an.