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Missbrauchsprozess gegen Lünens Ex-Vizebürgermeister Wolski: Jetzt sollen Opfer aussagen

Missbrauchsprozess gegen Lünens Ex-Vizebürgermeister Wolski:  Jetzt sollen Opfer aussagen

Daniel Wolski - Foto: SPD-Fraktion Lünen

+++ UPDATE am 9. April 2024 – Der Prozess geht weiter – Opfer sollen aussagen +++

Der Prozess gegen den früheren Lünener Vizebürgermeister geht am heutigen 9. April weiter. Die Ermittlungsführer der Polizei sowie zwei mutmaßliche Missbrauchsopfer sollen aussagen. Bereits vor knapp zwei Wochen hatte Wolski umfänglich die Taten gestanden. Er bat die Missbrauchsopfer um Verzeihung und bot ihnen die Zahlung von Schmerzensgeld an. Weitere Verhandlungstermine sind morgen (10.04) und am Freitag (12.04).

 

+++ UPDATE am 22. März 2024- Wolski gesteht vor Gericht +++

An diesem Freitag ging der zweite Verhandlungstag gegen Daniel Wolski vor dem Bochumer Landgericht zu Ende. Lünens Ex-Vize-Bürgermeister (SPD) machte seine Ankündigungen wahr: Er gestand viele seiner Taten.

Insgesamt gingen die Richter laut der lokalen Prozessberichterstattung heute alle 36 Anklagepunkte durch – zu allen habe Wolski Stellung genommen und alle seine Missbrauchsopfer „von Herzen“ um Verzeihung gebeten. Außerdem bot er ihnen die Zahlung von Schmerzensgeld an. Derartige „Fehler“ würden sich nie wiederholen. Das Ausmaß seiner Taten sei ihm erst in Untersuchungshaft klar geworden.

Wolski beteuerte im Prozess: Heute interessiere er sich nur noch für erwachsene Frauen.

Daniel Wolski soll sich mit zwei Mädchen auch nach Bekanntwerden der Vorwürfe getroffen haben. Und: Er soll mit zwei minderjährigen Mädchen Pläne gemacht haben, sie in seiner Wohnung in Lünen als Prostituierte zu beschäftigen und sich dazu auch um Kontakte mit den Freiern zu kümmern.

Die Erklärungen und Entschuldigungen des Angeklagten werden laut der Richter strafmildernd berücksichtigt.

Wolski soll seit 2018 soll er über Chatportale und Soziale Medien Kontakt mit Minderjährigen aufgenommen haben. Es kam zu Treffen und sexuellen Handlungen gegen Geld. Seit Oktober 2023 sitzt der früheren SPD-Vizebürgermeister in Untersuchungshaft – daran werde sich auch nichts ändern, machten die Richter klar.

 

+++UPDATE am 3. 1. 2024 – Wolski räumt Vorwürfe ein:+++

Lünens ehemaliger Vizebürgermeister Daniel Wolski (SPD) hat zugegeben, Jugendliche für sexuelle Handlungen bezahlt zu haben. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Bochum auf Pressenachfrage.

Schon Anfang Dezember hatte Wolski bei einer Vernehmung zugegeben, seit dem Jahr 2018 Minderjährige missbraucht und ihnen dafür Geld gezahlt zu haben. Laut WDR werden ihm derzeit 9 Fälle vorgeworfen.

Die ältesten seiner Opfer seien demnach 17, die jüngsten erst 13 Jahre alt gewesen sein. Der damalige stellvertretende Bürgermeister der größten Stadt im Kreis habe sich mit den Jugendlichen in seiner Wohnung in Lünen getroffen, aber auch in Dortmund oder Bochum.

Der Sozialdemokrat wurde Ende Oktober in Untersuchungshaft genommen. Der Grund war Fluchtgefahr. Mitte dieses Monats soll entschieden werden, ob weiterhin Fluchtgefahr besteht oder ob Wolski unter Auflagen wieder freikommt.


Die SPD in der größten Stadt im Kreis sieht sich „schockiert von den schwerwiegenden Vorwürfen, die im Raum stehen“:

Ihr Genosse Daniel Wolski, stellvertretender Bürgermeister von Lünen, ist verhaftet worden. Bei dem 41-Jährigen soll kinderpornografisches Material gefunden worden sein. Außerdem soll er für Sex mit Minderjährigen bezahlt haben.

Das berichtete am Donnerstagabend, 26. 10., die BILD (Bezahlartikel).

Der SPD-Politiker wurde demnach am heutigen Donnerstag von Polizisten festgenommen und am Nachmittag in Bochum einer Haftrichterin vorgeführt. Diese ordnete Untersuchungshaft an.

Laut BILD  soll der alleinlebende Politiker über das Internet mit sexuellen Absichten Kontakt zu jungen Männern und Frauen aufgenommen haben, darunter auch Minderjährige. Neben dem Verschicken verbotener Bilder soll es auch zu „intimen Treffen“ gekommen sein.

Die Taten sollen sich in den vergangenen 5 Jahren abgespielt haben.

Wolskis Anwältin hat Akteneinsicht beantragt.

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Die SPD Lünen erklärte in einer abendlichen Stellungnahme, sie sei „schockiert von den schwerwiegenden Vorwürfen, die im Raum stehen.

„Jetzt sind die Ermittlungsbehörden gefragt, um dem Sachverhalt auf den Grund zu gehen. Wir erwarten, dass Daniel Wolski mit seiner anwaltlichen Vertretung unverzüglich und in vollem Umfang mit den Ermittlungsbehörden kooperiert.

Sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, hat Daniel Wolski nichts mehr in den Reihen der Sozialdemokratie verloren.“

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