Bei einer Routinekontrolle in einem Nahverkehrszug im Rheinland hat die Bundespolizei am Samstag einen Mann mit Straftäter mit vier offenen Haftbefehlen erwischt.
Der 25-jährige Marokkaner reiste im Zug aus Belgien nach Aachen ein.
„Bei der Kontrolle behauptete er, keinen Ausweis zu besitzen, und stellte vor Ort direkt ein Schutzersuchen“,
berichtet ein Bundespolizeisprecher. Heißt, der Nordafrikaner beantragte Asyl.
Bei der anschließenden Überprüfung seiner Fingerabdrücke stellte sich jedoch heraus, dass der junge Mann in Deutschland kein Unbekannter ist.
Vier offene nationale Fahndungsnotierungen lagen gegen ihn vor – alle aus Niedersachsen: Die Staatsanwaltschaft Hannover suchte den 25-Jährigen wegen mehrfacher Diebstähle und räuberischer Erpressung.
Nach seiner missglückten Einreise aus Belgien muss der Asylbewerber nun für 109 Tage in Haft. Aufgrund der fehlenden Ausweispapiere bekam er außerdem eine weitere Anzeige wegen unerlaubter Einreise.
Um seinen am Samstag gestellten Asylantrag muss sich nach Verbüßung seiner Haftstrafe die zuständige Ausländerbehörde kümmern.
Quelle Bundespolizei

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