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Freiheit trotz offener Haftbefehle: Cousine und hilfsbereiter Chef zahlen insgesamt 3430 Euro

Freiheit trotz offener Haftbefehle: Cousine und hilfsbereiter Chef zahlen insgesamt 3430 Euro

Einer liquiden Verwandten und einem großzügigen Chef verdanken zwei gesuchte Straftäter den Umstand, nicht die nächsten Wochen im Gefängnis verbringen zu müssen.

Am Dortmunder Flughafen kontrollierten Bundespolizisten in dieser Woche eine Frau, die gleich zweimal per Haftbefehl gesucht wurde.

Die 38-Jährige wurde bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle eines Fluges aus London vorstellig. Sie händigte den Beamten ihren bulgarischen Reisepass aus.

Recherchen ergaben, dass die Staatsanwaltschaften Bochum und Dortmund nach der Bulgarin suchten: Das Amtsgericht Witten hatte die Frau bereits im März 2019 wegen Diebstahls zu 1000 Euro Geldstrafe verurteilt, am Amtsgericht Dortmund kassierte sie zwei Jahre später eine weitere Geldstrafe von 1200 Euro, ebenfalls wegen Diebstahls sowie Unfallflucht.

Die Bulgarin hatte nur einen Teil der Geldstrafe beglichen und die Haftantrittsladung ignoriert. Daher wurde sie zur Fahndung ausgeschrieben.

Nach ihrer Festnahme kontaktierte die Verurteilte jedoch flugs ihre Cousine,  die die geforderte Gesamtsumme (inkl. Verfahrenskosten) in Höhe von 1780 Euro wenig später bei einer Polizeiwache in Werdohl bezahlte. So verhinderte sie in letzter Sekunde die 144-tägige Haftstrafe ihrer Cousine.

Ebenfalls ziemliches Glück hatte im Bahnhof Rheine ein 22-jähriger Nordhorner, der mit einem offenen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Augsburg erwischt wurde. Denn er hatte eine Geldstrafe nach einer Verurteilung wegen eines Drogendelikts nur zum Teil bezahlt. 1650 Euro waren noch offen.

Als er jetzt von Bahnhofspolizisten erwischt wurde, drohte ihm eine Ersatzfreiheitsstrafe von 39 Tagen.

Schon auf dem Weg in die JVA kam dem Rumänen plötzlich die rettende Idee, seinen Arbeitgeber um Hilfe zu bitten: Der zeigte sich seinem Mitarbeiter gegenüber sehr hilfsbereit und schickte sofort einen Kollegen zur Bundespolizei nach Münster. Gegen Zahlung der offenen Geldstrafe konnte dieser seinen Kollegen direkt wieder mit nach Rheine nehmen.

Quelle: Bundespolizei

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