Dortmunder Erfolgsmodell „lokal willkommen“ soll weiterwachsen:
Die sieben „lokal willkommen“-Büros sind seit 2016 Anlaufstellen für Flüchtlinge und Nachbarschaften, Vermieter und andere Akteure vor Ort. Sie beraten und vernetzen im Stadtteil.
Dank einer 90-Prozent-Förderung des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU (AMIF) gibt es nun die Chance, die Angebote zu erweitern, teilt die Stadt mit.
Wenn die politischen Gremien zustimmen, können ab Juni 2024 sieben neue Stellen für zunächst drei Jahre geschaffen werden. Nach der Hälfte der Zeit wird das Programm evaluiert und über eine Verlängerung entschieden.
Persönliche Beratungen und Services vor Ort sind an allen Standorten stark nachgefragt, erläutert die Stadt.
„Interessierte müssen bis zu 3 Wochen auf einen Termin warten. Das verzögert den notwendigen und gewünschten Austausch. Diese Situation wird sich weiter verschärfen, denn der Zuzug nach Dortmund hält weiter an.“
„Wir wollen zum Beispiel Begegnungsforen organisieren, damit sich die neu Zugezogenen und ihre Nachbarinnen und Nachbarn kennen lernen können“, sagt Sozialdezernentin Birgit Zoerner. „Ziel ist, dass sich die zugewanderten Menschen schneller integrieren, am sozialen Miteinander teilhaben können und Anschluss finden. Genauso wichtig ist es uns, dass alle, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, einen Ort dafür bekommen.“
„lokal willkommen“ an sieben Standorten
Zwischen 2016 und 2019 entstanden „lokal willkommen“-Büros in 7 Quartieren in der ganzen Stadt.
Die Integrationsteams arbeiten im Tandem: Städtische Mitarbeiter und Vertreter eines Wohlfahrtsverbands oder eines anderen Kooperationspartners bilden ein Zweier-Team.
Das Netzwerk wurde 2017 von der Staatskanzlei NRW als „Europaaktive Kommune in Nordrhein-Westfalen“ als ein besonderes Beispiel kommunaler Europa-Arbeit ausgezeichnet. 2018 folgte eine Auszeichnung im Bundeswettbewerb „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“.
Quelle Dortmund.de

Kommentare
„Wir wollen zum Beispiel Begegnungsforen organisieren, damit sich die neu Zugezogenen und ihre Nachbarinnen und Nachbarn kennen lernen können“
Das hat schon einmal eine gute Bekannte vor Jahren für die Stadt Berlin mit dem Projekt „BENN“ (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften) probiert. Natürlich lassen die Nachbarn dann in dem Video im friedlichen miteinander zufällig die rotgrünen Luftballons aufsteigen :-). Es hat sich herausgestellt: „So hier sind die Begegnungsstätten und dort findet ihr dann automatisch harmonisch zueinander“; so einfach kann man dies anscheinend doch nicht einfach von oben diktieren. Das Video dazu hat in der Millionenstadt Berlin nach 4 Jahren aktuell 575 Aufrufe, überwiegend von den Organisatoren. https://www.youtube.com/watch?v=HSIN_YWynGQ