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Erneut 12 % mehr Pkw zugelassen – Großraum-Vans legen massiv zu – Kleinwagen verlieren – CO2-Ausstoß steigt

Erneut 12 % mehr Pkw zugelassen – Großraum-Vans legen massiv zu – Kleinwagen verlieren – CO2-Ausstoß steigt

Die Beliebtheit des Autos bei den Deutschen wächst weiter, misst man es an den Neuzulassungszahlen. Diese sind im April erneut zweistellig gewachsen – mit großem Abstand am meisten legten Großraum-Vans zu.

Jeder dritte neu zugelassene Wagen im April war ein Privat-Pkw, knapp zwei Drittel wurden gewerblich zugelassen.

Massiv zulegen konnten nach den Vormonaten erneut die Großraum-Vans – ihre Zulassungzahlen wuchsen um fast 45 Prozent. Bei den beliebtesten Marken lagen – neben MAN – Mini und Porsche vorn, gefolgt von Mercedes, Audi, VW und Opel. Niedrig einstellig blieben die Neuzulassungszahlen bei BMW.

Das sind Kerndaten aus den Fahrzeugzulassungsdaten des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Im April 2023 wurden demnach 202.947 Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen. Das waren +12,6 Prozent mehr als im April des Vorjahres.

67,1 Prozent (+17,8 %) der Neuwagen wurden gewerblich und 32,8 Prozent (+3,2 %) privat zugelassen.

Bei fast allen deutschen Marken zeigten sich im April positive Vorzeichen.

Bei MAN, die einen Zulassungsanteil von 0,1 Prozent erreichte, zeigte sich mit 227 Neuwagen und +78,7 Prozent der deutlichste prozentuale Anstieg, gefolgt von Mini (+69,7 %/1,8 %), Porsche (+32,3 %/1,4 %), Mercedes (+27,4 %/10,3 %), Audi (+24,5 %/8,8 %), VW (+23,7 %/18,2 %), Opel (+21,9 %/5,7 %) und Smart (+18,5 %/0,8 %). BMW (+4,4 %/8,5 %) ging ebenfalls mit einer positiven Bilanz aus dem Zulassungsmonat hervor.

Einzig Ford (-18,6 %/4,0 %) verzeichnete rückläufige Neuzulassungszahlen. Den größten Anteil an den Neuzulassungen erreichte VW mit 18,2 Prozent.

Tesla erreichte mit +272,3 Prozent den größten prozentualen Zuwachs bei den Importmarken, der Anteil dieser Marke an den Fahrzeugzulassungen betrug 1,2 Prozent. Deutliche Steigerungen von mehr als 100 Prozent zeigten sich auch bei Lotus (+184,6 %/0,0 %), Rolls Royce (+176,9 %/0,0 %) und Alfa Romeo (+163,0 %/0,3 %).

Einen Zuwachs von mehr als 50 Prozent konnten die Importmarken Dacia (+54,4 %/2,2 %), Aston Martin (+53,8 %/0,0 %) und Seat (+52,6 %/5,0 %) erzielen. Die weiteren Zuwächse reichten von +0,6 Prozent bei Subaru (0,2 %) bis +35,3 Prozent bei Mazda (1,4 %). Die Rückgänge die sich bei den Importeuren zeigten, reichten von -10,1 Prozent bei Nissan (1,0 %) bis -85,0 Prozent bei Lada (0,0 %). Skoda (+32,5 %) war mit einem Neuzulassungsanteil von 5,9 Prozent die stärkste Importmarke.

Bei der Betrachtung der Segmente war die positive Entwicklung bei den Großraum-Vans mit +41,6 Prozent besonders deutlich, ihr Anteil betrug 2,0 Prozent.

Das mit 28,5 Prozent anteilsstärkste Segment der SUVs erreichte ein Plus von +15,1 Prozent, die Mittelklasse erreichte mit einem Zuwachs von +33,0 Prozent einen Anteil von 11,3 Prozent. Die Segmente Obere Mittelklasse (+29,7 %/3,3 %), Oberklasse (+22,9 %/1,1 %), Kompaktklasse (+21,7 %/15,4 %), Utilities (+15,1 %/4,4 %) und Sportwagen (+12,5 %/1,4 %) konnten ebenfalls zweistellig zulegen, wobei die Kompaktklasse mit einem Anteil von 15,4 Prozent das zweitstärkste Segment war.

Die übrigen Segmente Mini-Vans (-14,4 %/0,8 %), Wohnmobile (-8,6 %/3,6 %) und Minis (-5,4 %/4,5 %) lagen hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats.

Trotz eines Rückgangs von -3,7 Prozent gingen die Kleinwagen mit einem Anteil von 12,0 Prozent als drittstärkstes Segment aus dem Zulassungsmonat hervor.

Mehr E-Autos, mehr Benziner, mehr Diesel – Plug-in-Hybride brechen ein

  • Die Elektro (BEVPkw konnten mit +34,1 Prozent und 29.740 Neuwagen im April einen deutlichen Anstieg bei den alternativen Antrieben verzeichnen. Ihr Anteil betrug 14,7 Prozent.
  • Es kamen 59.468 Hybrid-Pkw (29,3 %/+4,7 %), darunter 11.787 Plug-in-Hybride (5,8 %/-45,7 %) zur Neuzulassung.
  • Ein Anteil von 0,4 Prozent entfiel auf Pkw mit der Kraftstoffart Flüssiggas (903 Pkw/+7,8 %), 0,1 Prozent entfiel auf Pkw mit der Kraftstoffart Erdgas (153 Pkw).
  • 76.519 Neuwagen und einem Anteil von 37,7 Prozent waren den Benzinern zuzurechnen, deren Anzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um +17,7 Prozent zunahm.
  • Bei den Diesel-Pkw (36.138) zeigte sich ein Anstieg von +2,4 Prozent, ihr Anteil betrug 17,8 Prozent.

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß nahm im April um +0,7 Prozent zu und betrug 123,3 g/km.

Auf dem Nutzfahrzeugmarkt war bei allen Fahrzeugklassen ein Zuwachs zu verzeichnen (siehe Tabelle), wobei dieser bei den Kraftomnibussen (+51,0 %) und den Sattelzugmaschinen (+48,2 %) am deutlichsten ausfiel.

24.249 neue Krafträder wurden im April zugelassen, dies war ein Plus von +4,2 Prozent. Insgesamt wurden 257.593 (+12,0 %) Kraftfahrzeuge (Kfz) und 24.817 (-19,1 %) Kfz-Anhänger neu in den Verkehr gebracht.

Eine positive Bilanz zeigte sich auf dem Gebrauchtfahrzeugmarkt bei den Kraftomnibussen (+10,8 %), den Sonstigen Kfz (+11,6 %) und den Pkw (+3,3 %). Zugmaschinen insgesamt (-7,1 %), darunter Sattelzugmaschinen (-12,2 %), Krafträder (-9,6 %) sowie Lastkraftwagen (Lkw) (-0,5 %) waren am Gebrauchtfahrzeugmarkt weniger gefragt. Die Zahl der Besitzumschreibungen nahm mit 545.072 Kfz um +1,6 Prozent zu. 33.581 Kfz-Anhänger wechselten die Halterin beziehungsweise den Halter (-4,1 %).

Quelle Kraftfahrt-Bundesamt

 

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