Wieder einmal sind 3 Haftbefehle in weniger als 24 Stunden bei Routinekontrollen der Bundespolizei aufgeflogen.
Am Dortmunder Flughafen verteuerte sich die Ausreise eines 25-jährigen Rumänen erheblich. Er wurde bei der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle eines Fluges nach Targu Mures (Rumänien) vorstellig. Die Bundespolizisten kontrollierten den Mann – und stellten fest, dass ihn die Staatsanwaltschaft Stendal zur Festnahme ausgeschrieben hatte: Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis war er zu einer Freiheitsstrafe von 30 Tagen verurteilt worden, jedoch untergetaucht.
Durch die Zahlung von circa 1600 Euro an Ort und Stelle konnte der 25-Jährige den Aufenthalt in einer Justizvollzugsanstalt abwenden und seine Reise fortsetzen.
Zwei weitere gesuchte deutsche Straftäter liefen Bundespolizisten in den Hauptbahnhöfen Dortmund und Essen in die Arme:
Der eine, ein 33-Jähriger, war im Oktober 2020 wegen Bedrohung zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt worden – und abgetaucht: Nach seiner Festnahme wurde er nun an die Landespolizei Essen übergeben.
Und nur eine Stunde später trafen Bundespolizisten im Hauptbahnhof Dortmund auf einen 38-Jährigen: Bei der Kontrolle händigte er einen vorläufigen Personalausweis aus – dabei kam ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Dortmund zum Vorschein. Mit Hilfe eines Fingerabdruckscans stellten die Beamten die Identität des Mannes zweifelsfrei fest.
Das Amtsgericht Kamen hatte ihn bereits im April 2017 – fast vier ahre zuvor – wegen Trunkenheit im Verkehr, Diebstahls und unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln zu 2.150 Euro Geldstrafe verurteilt.
Einen Teil hatte der Mann beglichen, so dass er nun noch eine Ersatzfreiheitsstrafe von 98 Tagen verbüßen muss. Da der Deutsche die fehlende Summe von 1.330 Euro nicht aufbringen konnte, brachten die Bundespolizisten ihn in die Justizvollzugsanstalt.
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